Hockenheim

Stadtpolitik Fraktion hält aus Sicherheitsgründen an Forderung fest / Weitere Wünsche formuliert

FWV will Leuchten am Radweg

Archivartikel

Die Freien Wähler halten an ihrer Forderung nach einer Beleuchtung für den Radweg nach Reilingen fest, die sie seit vielen Jahren beantragen und die immer wieder aus Kostengründen abgelehnt wurde. Das bekräftigt Fraktionsvorsitzende Gabi Horn in einer Pressemitteilung. Aus Sicht der Freien Wähler ist der Sicherheitsaspekt vorrangig zu behandeln. Gabi Horn erinnert daran, dass es sich auch um einen Schulweg handelt.

Die FWV habe zum Thema auch Gespräche mit Oberbürgermeister Marcus Zeitler geführt. Dabei sei eine Variante ins Spiel gekommen, die schon in einer Nachbarkommune umgesetzt wurde. Sie ist ohne Kabelverlegung möglich, und die Laternen leuchten erst auf, wenn sich Personen nähern, und erlöschen wieder, wenn sie sich entfernt haben. Gespräche mit der Nachbargemeinde Reilingen stehen noch aus, die bislang werde dem Thema Beleuchtung noch eher ablehnend gegenübersteht.

Ziele für Karlsruher Straße finden

In Sachen Parkraumkonzept, das eigentlich vorzugsweise die Innenstadt betrifft, sollen nach Meinung der Freien Wähler auch andere Gebiete Hockenheims angesprochen werden. Darauf hätten mehrere Bürger aufmerksam gemacht. So würden an der Feuerwehr Wohnmobile und Anhänger geparkt, die über längere Zeit nicht bewegt werden. Auch in der Heidelberger Straße würden immer wieder Anhänger abgestellt, die ausfahrenden Anwohnern die Sicht auf die Straße versperren und auch für das Straßenbild nicht vorteilhaft sind. Gabi Horn: „Wichtig wären hier regelmäßige Kontrollen und auch entsprechende Sanktionen – die Stadtverwaltung müsste mehr Präsenz zeigen.“

Zur Entwicklung Karlsruher Straße finden es die Freien Wähler positiv, dass sich die Kommunalpolitik damit befasst, was anders und besser gemacht werden könnte. „Aber wir haben hier Bedenken – kurzfristige Maßnahmen bewirken nichts und führen nicht zur Belebung“, mahnt die Fraktionsvorsitzende. Sie fordert: „Wir müssen abwarten und ein Gesamtkonzept im Auge haben; brauchen einen Plan und ein Ziel – wie soll die Gesamtplanung aussehen? Erst wenn dies festgelegt ist, können wir an einzelne Maßnahmen gehen und diese zielgerichtet angehen und umsetzen, zum Beispiel, ob die Karlsruher Straße Durchfahrtsstraße oder Fußgängerzone wird.“

Bei der Quartiersentwicklung steht für die FWV die Frage nach – bezahlbarem – Wohnraum im Vordergrund, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Besonders die extrem hohen Grundstückspreise sorgten für ein Mietniveau, das viele Menschen überlastet. Horn: „Gefördertes Wohnen wird damit zum unverzichtbaren Gestaltungselement.“ Sie fordert einen ganzheitlichen Ansatz in der Quartiersentwicklung, der das reine Wohnen um die Angebote von Pflege, ärztlicher Versorgung, Betreuung, Nahversorgung und vielen mehr ergänzt beziehungsweise diese miteinander kombiniert.

Für den Friedhof wünschen sich die Freien Wähler die Anschaffung transportabler Sitzmöglichkeiten. Das sei wichtig bei größeren Beerdigungen, wenn die Kapazitäten in der Trauerhalle nicht ausreichen.

Plätze für Reisemobile schaffen

Schließlich plädiert die FWV für die Schaffung von Reisemobil-Stellplätzen. Gabi Horn sieht dafür eine steigende Nachfrage: „Die Einrichtung gut ausgestatteter Stellplätze ist mehr und mehr wichtig geworden – gerade die Corona-Krise sorgt für weiteren Schub im Reisemobil-Tourismus.“ Mit knapper Mehrheit hatte der Gemeinderat im März 2019 die Einrichtung von sechs Wohnmobilstellplätzen am Alten Schwimmbadparkplatz in der Arndtstraße abgelehnt.

Für die FWV hatte damals Jochen Vetter die Zufahrt zur Arndtstraße durch ein ohnehin belastetes Wohngebiet kritisiert und als Alternative eine Fläche hinter dem AquadromParkplatz vorgeschlagen. Das Thema kam seitdem nicht mehr zurück auf die Tagesordnung des Gemeinderats. mm

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional