Hockenheim

Coronavirus Stadt reagiert auf geänderte Verordnung der Landesregierung / Ausschusssitzungen ausgesetzt / Hygieneregeln einhalten

Gartenschaupark ab sofort geschlossen

Archivartikel

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat am Mittwoch eine in Teilen geänderte Verordnung zur Bekämpfung des Coronavirus veröffentlicht, die unmittelbar in Kraft trat. Sie enthält Anpassungen, die bis auf Weiteres vor allem Maßnahmen im Freien betreffen. Die Stadtverwaltung Hockenheim prüft weiterhin die Einhaltung der Regelungen der Verordnung im Stadtgebiet, teilt die Pressestelle mit.

Die Landesregierung verbiete ab sofort jegliche Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport- und Freizeiteinrichtungen. Aus diesem Grund müssten auch die Sportstätten in Hockenheim geschlossen werden. Die Untersagung des Betriebs von Einrichtungen erstreckt sich bis auf Weiteres jetzt auch auf (Shisha-)Bars, Clubs und Kneipen.

Die Stadtverwaltung schließt außerdem öffentliche Spiel- und Bolzplätze. Darunter fällt auch der Gartenschaupark, der wegen der Sportgeräte und Plätze nicht mehr betreten werden darf. Der Zugang zum Park-Kindergarten bleibt gewährleistet. Der Friedhof ist geöffnet.

Die Landesregierung weist in der neuen Verordnung daraufhin, dass die Polizei, die Feuerwehr und ihre ehrenamtlichen Freiwilligen sowie das Notfall- und Rettungswesen zu den systemrelevanten Bereichen gehören, deren Tätigkeit nicht untersagt ist.

Rathaus nicht betreten

Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus sehen bis auf Weiteres unter anderem einen stark eingeschränkten Zugang ins Rathaus und in die kommunalen Einrichtungen vor. Deshalb dürfen Besucher die genannten Gebäude derzeit nicht mehr betreten. Oberbürgermeister Marcus Zeitler, Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg und die Fachbereichsleitungen der Stadtverwaltung führten am Dienstag eine Besprechung über diese Maßnahmen durch. In der Runde bestand Einigkeit darüber, dass die aktuelle Lage für alle Neuland darstelle und langfristige Aussagen derzeit schwierig seien.

Oberbürgermeister Marcus Zeitler und der Ältestenrat des Gemeinderates haben beschlossen, dass bis auf Weiteres keine Ausschusssitzungen stattfinden. Die Termine der kommenden Gemeinderatssitzungen werden vorerst beibehalten, um die Handlungsfähigkeit der Stadt aufrecht zu erhalten.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung zum Coronavirus erweitern die Stadtwerke genauso wie die Stadtverwaltung ihre Vorsorge- und Schutzmaßnahmen. Insbesondere werde der persönliche Kundenkontakt eingeschränkt. Der Austausch ist über Telefon (06205/2 85 55 14) und E-Mail weiterhin möglich. Die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser bleibe sichergestellt. Der Notfalldienst kann in dringenden Fällen wie bisher auch unter den Telefonnummern 06205/2 85 53 00, 0171/2 21 03 00 (Stromversorgung) und 06205/2 85 52 90, 0171/2 21 02 90 (Gas- und Wasserversorgung) erreicht werden.

AVR-Anlagen machen dicht

Die AVR Kommunal AöR hat die Stadt darüber informiert, dass ab sofort auch die Anlagen und Deponien sowie das AVR Service-Center in Sinsheim bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Die Schadstoffsammlung wird ausgesetzt. Aufgrund der angespannten Personalsituation wird ab nächster Woche bis auf Weiteres die Abfuhr von Elektrogeräten, Metallschrott, Grünschnitt und Alttextilien eingestellt. Die Behälterabfuhr findet weiterhin uneingeschränkt statt.

Die Bekämpfung des Coronavirus erfordert die Mitwirkung und Hilfe aller Menschen. „Wir bitten in diesen Tagen alle Bürger, achtsam beim Umgang mit Hygieneregeln zu sein. Dazu gehört gründliches Waschen der Hände mit Wasser und Seife, das Einhalten der Hustenetikette in Einwegtaschentücher oder Ellenbeuge sowie ein mindestens ein bis zwei Meter großer Abstand zu hustenden Menschen. Damit kann jeder dazu beitragen, das Coronavirus nicht weiter zu verbreiten“, erklärt Pressesprecher Christian Stalf für die Stadt Hockenheim. zg

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