Hockenheim

Handball SG Horan, HSV Hockenheim und HG Oftersheim/Schwetzingen widmen letzte Saisonvorbereitungen dem Gedenken an Albert Pflaumbaum

Gedenkspieltag für leidenschaftlichen Handballer

Handballspiele Anfang September dienen regelmäßig dem Feinschliff für die in der nächsten Woche beginnenden Rundenspiele. Dieses Jahr hatten sich SG Horan, der HSV Hockenheim und die HG Oftersheim/ Schwetzingen in der Jahnhalle getroffen, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen und dem vor kurzem verstorbenen Jugendspieler Albert Pflaumbaum zu gedenken. Auf dem Programm standen Spiele der A-, C- und D-Jugend der SG Horan gegen Mannschaften der HG sowie das Spiel des Verbandsligisten HSV Hockenheim gegen den Badenligisten HG Oftersheim/Schwetzingen II. Die Veranstaltung wurde von verschiedenen Aktionen zur Erinnerung an den leidenschaftlichen Handballer Albert, dessen Trikot AP7 (Albert Pflaumbaum Nummer 7) in der Halle aufgehängt worden war, begleitet.

Neben dem Verkauf von Erinnerungsshirts mit AP7-Aufdruck, gab es vor den Spielen Schweigeminuten und eine Versteigerung von einem handsigniertem Trikot der Eulen Ludwigshafen und einem persönlich durch Nationalmannschaftskapitän Uwe Gensheimer gespendetes Uwe-Trikot mit allen Unterschriften der Rhein-Neckar-Löwen. Die Veranstaltung hatte in den sozialen Medien bei Freunden von Albert und der Handballfamilie großen Widerhall gefunden, so dass zahlreiche Zuschauer den ganzen Tag über für regen Zuspruch bei der Veranstaltung sorgten und einen würdigen Rahmen boten. Eulen-Profi Daniel Hideg und Drittligaspieler Dymal Kernaja waren ebenso unter den Gästen wie Junioren Nationalspieler und Rhein-Neckar-Löwen-Nachwuchstalent Philipp Ahouansou.

Alte Rivalen stehen sich gegenüber

Während bei der D-Jugend die SG Horan/St. Leon/Reilingen mit 33:31 in einem guten, sehr schnellen Spiel die Oberhand behielt, gewann bei der C-Jugend die HG, die mit dem Bruder von AP7, Wilhelm, angetreten war, klar mit 42:28. Ein Höhepunkt des Tages war das Spiel der A-Jugend-Mannschaften der HG Oftersheim/Schwetzingen II und der SG Horan AP7, bei dem sich zwei alten Rivalen auf der Platte gegenüber standen. Viele Spieler beider Mannschaften kennen sich bereits seit E-Jugend-Tagen und lieferten sich seitdem unzählige mitreißende und leidenschaftlich geführte Handballmatches.

Diesmal stand nicht der Sport, sondern das Gedenken an den zur Horan-Mannschaft gehörenden Spieler mit der Nummer 7, Albert Pflaumbaum, im Vordergrund. Der emotionale Höhepunkt war die 7. Minute, als die Schiedsrichter das Spiel unterbrachen, um unter respektvollem Applaus der Mannschaften und Zuschauer dem Handballer Albert Pflaumbaum die Ehre zu erweisen. Im Anschluss legten beide Mannschaften los. So entwickelte sich ein attraktives Handballspiel mit allem, was diesen Sport für Spieler und Zuschauer ausmacht. Letztlich fehlte an diesem Tag nur eines: Der Spieler mit der Nummer 7.

Auch die Herrenmannschaft des HSV Hockenheim und der HG Oftersheim/Schwetzingen hatten sich nicht lange bitten lassen, an diesem Tage ebenfalls dabei zu sein, spielen doch in der Hockenheimer Mannschaft mit Janis Krauth, Jonas Powik, Jonas Hideg, Aljoscha Halilovic sowie dem verletzten Jonas Scharke gleich mehrere junge Spieler, die noch im letzten Jahr mit Albert in der A-Jugend aktiv waren.

Abläufe verfeinern

Während die HG Oftersheim/Schwetzingen leider wegen Verletzungen, Abstellungen an die Drittligamannschaft sowie der bereits beginnenden A-Jugend-Bundesliga nicht ganz vollzählig auflaufen konnte, nutzte der HSV den letzten Test vor Rundenbeginn mit fast komplettem Kader, um die Abläufe zu verfeinern.

Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem sich nach zunächst ausgeglichenem Spielverlauf der HSV Hockenheim leicht absetzen konnte. Insbesondere der HSV-Halbrechte und frühere HG-Spieler Alexander Leibnitz war kaum zu stoppen und steuerte insgesamt zehn Treffer bei. Beim Stand von 15:11 für den HSV wurden die Seiten getauscht. Auf Hockenheimer Seite stand nun mit Herbert Wagner ein Youngster im Tor, der mit gelungenen Paraden verhinderte, dass die HG nochmals herankam. So gelang es dem HSV, trotz seiner sehr jungen Mannschaft den Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen und sich in keiner Phase des Spiels aus der Ruhe bringen zu lassen. Am Ende zeigte die Anzeigetafel 27:21 für den HSV Hockenheim. zg

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