Hockenheim

Geschäftsleben Abschlussball der Tanzschule Feil erstmals in den eigenen Räumen / Schwungvoller Abend in eher familiär-gemütlicher Atmosphäre

Gelungenes Heimspiel für die jungen Tänzer

Archivartikel

Junge Menschen in elegantem Anzug, kurzem Cocktail- oder langem Abendkleid warten stolz erhobenen Hauptes, bis sie ihren Abschlussball mit einem Einmarsch eröffnen dürfen. Stolze Eltern sitzen und stehen rund um die Tanzfläche. Mit den ersten Klängen der Liveband beginnt auch das Blitzlichtgewitter der Fotografen. Diese Szene bekommen die Tanzlehrer Wolfgang und Regina Feil seit Jahren jeweils im Frühjahr und Winter zu sehen und setzen den ersten Tanzstunden der jungen Leute damit einen würdigen Abschluss.

Doch ein entscheidendes Detail ist an diesem Abend anders. Uli Schwenk-Meinhardt, der unter anderem mit seiner Frau Andrea zum Abschlussball seiner Tochter Penelope gekommen ist, weiß sofort, welches Detail gemeint ist: Während seine Tochter Henriette vor einigen Jahren in der Stadthalle ihren Premierenball feierte, findet der von Tochter Penelope erstmals in den Räumen der Tanzschule Feil und nicht wie gewohnt in der Stadthalle statt.

Guter Platz zum Feiern

Grund dafür sind die gesunkenen Teilnehmerzahlen, doch erst der Neubau der Tanzschule ermöglicht einen Abschlussball vor Ort überhaupt. Vorteile gibt es sowohl hier als auch dort, ebenso wie den einen oder anderen Nachteil. „Die Stadthalle ist ein bisschen bombastischer, hier ist es eher familiär-gemütlich“, sprudelt es aus Uli Schwenk-Meinhardt nur so heraus. Auch sei die Stadthalle „weitläufiger“ und habe „mehr Tiefe“. „Der Einmarsch kam da schon viel besser zur Geltung“, ergänzt der Familienvater.

Doch auch die Vorzüge der nun getesteten Variante weiß er zu schätzen: „In der Tanzschule dagegen haben die Jugendlichen ihr gewohntes Umfeld, das ist ein Heimspiel und Nervosität spielt weniger eine Rolle.“ Auch die exponierte Lage sei für derartige Veranstaltungen ein klarer Vorteil: „Da kann man ausgelassen feiern und den Abend ausklingen lassen.“

Die Stars des Abends sind für die etwa 120 Gäste aber unabhängig vom Ort eindeutig die 50 Tanzschüler. In mehreren Tanzserien zeigen sie, was sie seit Januar gelernt haben und treten im Laufe des Abends zum Teil sogar zum Tanzwettstreit an. Den ersten Platz ergattern dabei Tom Wagner und Paulina Muhs, gefolgt von Maike Kugler und Yannick Miguel sowie Dana Sommer und Kilian Dopf.

Lustig zu geht es auch bei der Eltern-Schüler-Serie, bei der die Papas und Mamas mit ihrem Nachwuchs über die Tanzfläche wirbeln dürfen. Abgerundet wird das Programm von Formationsauftritten zu Liedern aus den Musicals „Footloose“ und „Grease“ sowie der Rock’n’Roll-Formation, die beeindruckende Akrobatik und flotten Tanz zeigt.

Wer Hunger bekommt, kann an der Bar den in der Elterntanzstunde erstandenen Verzehrbon einlösen. Zwei warme Gerichte oder ein Fingerfoodteller konnten im Vorfeld ausgewählt werden. „Durch die Vorbestellungen musste keiner lange auf sein Essen warten, alle fanden es sehr lecker“, so Wolfgang Feil im Nachgang.

Dieter Rey aus Ketsch darf nach seinem eigenen Premierenball bei Feils vor etlichen Jahren nun den der Enkelin Lisa miterleben. Den Abend wertet er als „sehr schön, kurzweilig, sehr professionell und gut organisiert“.

Der Aufwand für das Tanzlehrer- und Barteam war auch tatsächlich größer, immerhin galt es dieses Mal, sich selbst um Tischdeko, Essen und eine Möglichkeit für die beliebten Porträtfotos zu kümmern, die dieses Mal aus Platzgründen vor Veranstaltungsbeginn gemacht werden mussten.

Einziges Manko des Abends ist für die Damen an seinem Tisch der geschotterte Parkplatz vor dem Gebäude, wie Dieter Rey schmunzelnd berichtet. Der Sektempfang auf dem roten Teppich auf ebendiesem Platz ist dennoch eine schöne Neuerung. Die Abendsonne liefert vor Veranstaltungsbeginn das passende Ambiente. Dem jungen Opa gefällt es in der Tanzschule sogar besser als in der Stadthalle. „Die ist so groß und unpersönlich“, lautet sein Urteil.

Liveband sorgt für Stimmung

Für die Musik sorgt den Abend über die Band „Happyness Voice“ unter der Leitung von Andreas Cranen. „Sie haben gegen Ende der Veranstaltung mit fetziger Partymusik nochmal den ganzen Saal zum Tanzen motiviert“, freut sich Wolfgang Feil über deren breites Repertoire, das über professionelle Tanzmusik hinausreicht. DJ Michael beendet den Abend schließlich mit einer letzten Stunde Musik und erhält so auch die gewohnte Ballparty im Anschluss an den Ball aufrecht.

Der nächste Premierenball im Dezember wird Wolfgang Feil zufolge voraussichtlich wieder in der Stadthalle stattfinden, erfahrungsgemäß sind die Teilnehmerzahlen dann wieder höher.

Freuen dürfte dies insbesondere die Teilnehmer höherer Kurse, die dann ebenfalls wieder mit von der Partie sein dürfen – und tatsächlich dafür sorgen, dass die Tanzfläche auch in den Tanzrunden für alle stets gut gefüllt ist. „Im Vergleich zu sonst wird heute doch weniger getanzt“, stellen Regina und Wolfgang Feil nämlich fest.

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