Hockenheim

DRK Arbeitsstab der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration besucht Frauenrunde / Beim Austausch werden Toleranz und Verständnis aufgebaut

Gemeinsame Handarbeit tut auch der Seele gut

Häkeln, Nähen oder Stricken macht nicht nur Spaß und schafft hübsche Accessoires, sondern tut der Seele gut. Das erfuhr der Arbeitsstab der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration (BfMFI) beim Besuch der Frauenrunde Hockenheim, die er im Projekt „Zusammen Stark! Empowerment“ finanziell unterstützt, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK.

Umgesetzt wird das Programm durch die Einrichtung Migration und Integration des Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Mannheim. BfMFI-Vertreterin Malti Taneja war aus Berlin angereist, um sich von den Aktivitäten der Frauenangebote ein Bild zu machen. Begleitet wurde sie von der DRK-Referentin des Generalsekretariats, Lea Moser. Außerdem waren der Abteilungsleiter des Bereichs „Sozialarbeit“ des Landesverbands, Markus Kaufmann, vor Ort sowie der Stellvertreter des Präsidenten, Dr. Andreas Schmitt, und der stellvertretende Geschäftsführer Alexander Hess aus dem DRK-Kreisverband Mannheim.

Basteln, kochen und erzählen

Auf dem Programm stand ein Häkelkurs, angeleitet von der Teilnehmerin Meral. In einer bewegenden Geschichte schilderte sie den Besuchern, wie ihr Handarbeit über die schwere Zeit voller Einsamkeit und Sorge hinweghalf, als ihr Ehemann sich in Gefangenschaft befand. Anschließend zeigte sie den Besuchern, wie sie mit wenigen Schlaufen eine kleine Blume herstellen können. Am Ende fügten alle ihr Kunstwerk zu einem gemeinschaftlichen Blumenbeet zusammen.

Neben Handarbeit unternimmt die Frauenrunde Hockenheim noch viele andere Aktivitäten. Sie trifft sich jeden Mittwoch um 15 Uhr im DRK-Second-Hand-Laden in der Karlsruher Straße 8, um zu basteln, kochen und um sich über Themen wie Arbeit, Wohnung oder familiäre Konflikte auszutauschen.

Seit 2018 setzt das Projekt den Schwerpunkt auf Unterstützungsangebote zur Gewaltprävention für geflüchtete Frauen und andere besonders schutzbedürftige Personen. Daher besuchen die Frauen auch Institutionen wie Gewaltberatungsstellen oder Frauenhäuser. Mit solchen Aktionen setzt sich das Projekt „Zusammen Stark! Empowerment“ für die Teilhabe benachteiligter Menschen ein, indem es einen Ort schafft, an dem Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zusammenkommen, sich austauschen und kennenlernen können.

Dadurch können Vorurteile abgebaut und Empathie aufgebaut werden. Das schafft Akzeptanz, Toleranz und gegenseitiges Verständnis, welche wiederum zu einem besseren gesellschaftlichen Zusammenleben beitragen.

Die Einrichtung Migration und Integration führt zahlreiche weitere Angebote in den Gemeinden des DRK-Kreisverbandsgebiets durch. So nahmen die Besucher noch beim Workshop „Entspannung und gesunder Schlaf“ teil, der in der Weinheimer Frauenrunde von der Leiterin Celina Wilson geleitet wurde – ein willkommener Ausgleich nach dem fleißigen Schaffen. zg

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