Hockenheim

Zertifizierung Steuerungsgruppe hat offizielle Bewerbung für Auszeichnung zur „Fairtrade-Town“ eingereicht / Voraussetzungen erfüllt

Gerechter Handel kommt voran

Die Stadt Hockenheim hat einen weiteren Schritt in Richtung „Fairtrade-Town“ gemacht. Die Steuerungsgruppe, bestehend aus Lokaler Agenda, Arche-Weltladen, Hockenheimer Marketing-Verein und Bürgern, hat die offizielle Bewerbung für die Auszeichnung als „Fairtrade-Town“ herausgegeben.

Voraussetzung dafür waren einige Kriterien, die die Steuerungsgruppe nun allesamt erfüllt hat. Mit dem Ratsbeschluss am 26. September des vergangenen Jahres wurde der erste Schritt in diese Richtung getan. Weitere Voraussetzungen für die Bewerbung: Im Rathaus sollen fair gehandelte Produkte zur Verköstigung angeboten werden, in der Wirtschaft sollen mindestens fünf Einzelhandelsgeschäfte, drei Gastronomiebetriebe, ein Verein sowie eine Schule und eine Kirche ihr Angebot um mindestens zwei Produkte aus fairem Handel erweitern oder ersetzen.

Rathaus schenkt fair aus

Das Rathaus ist mit gutem Beispiel vorangegangen: In den Büros des Oberbürgermeisters und Bürgermeisters werden fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt und zur Verköstigung fair gehandelte Produkte angeboten. Während der Sitzungen gibt es fair gehandelte Limonade, und in den Präsentkörben für Jubilare haben solche Produkte Einzug gehalten.

Im Bereich des Einzelhandels wurden zahlreiche Kooperationspartner gefunden. Zusammen mit den großen Handelsunternehmen bringen sich bislang über zehn Einzelhandelsgeschäfte ein. Eines davon ist der Arche-Weltladen, von dem die Initiative ausging, er spielt eine Schlüsselrolle beim Handel mit Fairtrade-Produkten.

Etwas schwieriger gestaltete sich die Suche nach Gastronomie-Betrieben: Mit dem „et cetera“, dem „Rondeau“ und seit kurzem auch dem Café der Privatrösterei Bonafede sind nun die erforderlichen drei Gastronomie-Betriebe mit an Bord, die unter anderem fair gehandelten Tee, Zucker oder Wein anbieten.

Drei Schulen machen mit

Mit der evangelisch-methodistischen Kirche wurde eine Kirchengemeinde gefunden, die das „faire“ Ziel mit anstrebt, bei den Schulen haben sich sogar drei Unterstützer gefunden: Das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, die Hartmann-Baummann-Schule und die Schule am Kraichbach sind mit von der Partie.

Zahlreiche Vereine haben sich sofort für eine Umsetzung entschieden: Das Deutsche Rote Kreuz Mannheim, der Hockenheimer-Marketing-Verein, der ökumenische „Arbeitskreis Dritte Welt“ und die Landfrauen möchten ihren Teil zum Erhalt der Zertifizierung beitragen.

Darüber hinaus haben sich viele Einrichtungen bereiterklärt, faire Produkte anzubieten, die nicht zwangsläufig für eine Zertifizierung notwendig sind. Die evangelische Kindertagesstätte Heinrich Bossert, der Südstadtkindergarten, ebenso die Volkshochschule Hockenheim, die Deutsche-Bank-Finanzagentur Herbert Wallner, Rinklef Garten- und Landschaftspflege, die Buchhandlung Gansler sowie Juwelier Zahn wollen die Entwicklung voranbringen. Über so viel positive Rückmeldung freut sich die Fairtrade-Steuerungsgruppe natürlich sehr. zg

Info: Mehr zur Zertifizierung unter www.hockenheim.de/fairtrade-town.

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