Hockenheim

Kunstverein Vorstand tritt geschlossen zurück / Impuls für interne Diskussion gesetzt

Gisela Späth kehrt an die Spitze zurück

Zahlreiche Mitglieder versammelten sich zur Hauptversammlung des Kunstvereins. Die hohe Zahl von Teilnehmern mag an der Ankündigung gelegen haben, dass der Vorstand geschlossen seine Ämter zur Verfügung stellt, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Zunächst bedankte sich Vorsitzender Kurt Kreimes bei allen Helfern, ohne welche die Organisation und Durchführung von Ausstellungen und satzungsgemäßer Vereinsarbeit unmöglich wäre. Namentlicher Dank galt den ausscheidenden Mitgliedern, aus dem Beirat Inge Schwenninger, aus dem Vorstand Brigitte Hermann, Nicole Fuchs und Emi Hauck für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit. Der weitere Dank galt Theresia Gaa für die Durchführung des Ferienprogramms und Andrea Tewes für die Kursangebote des Kunstvereins.

Finanziell gut aufgestellt

Bevor es zum mit Spannung erwarteten Thema des geschlossenen Rücktritts ging, galt es, den Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden und den Kassenbericht des Schatzmeisters Franz Späth entgegenzunehmen. Kreimes benannte hierbei aktuell 154 Mitglieder im Kunstverein. Franz Späth gewährte den Zuhörern einen ausführlichen Einblick in die Finanzlage des Vereins, welche sich als positive Entwicklung darstellt. Eine hervorragende Buchhaltung wurde dem Schatzmeister von den beiden Kassenprüfern Jochen Kern und Reinhold Michel attestiert.

Mit Spannung wurde die Begründung zum geschlossenen Rücktritt des Vorstands erwartet. Unterschiedliche Auffassungen hinsichtlich der zukünftigen Vereinsausrichtung und die sich verändernden Lebensgestaltungen der bisherigen Vorstandsmitglieder spielten hierbei eine Rolle. Mit dem geschlossenen Rücktritt wollte der Vorstand eine Diskussion anregen, um gleichzeitig einen von den Mitgliedern getragenen Konsens zu finden.

Nach einer inhaltlich geführten Diskussion wurden aus den Reihen der Mitglieder Vorschläge für die zu besetzenden Posten des Vorstands genannt. Um die Zukunft des Kunstvereins zu sichern, stellten sich Gisela Späth als Vorsitzende, Gründungsmitglied und Vorsitzende von 2006 bis 2018, und Franz Späth als Schatzmeister, im Amt seit 2006, nochmals zur Wahl. Für die zwei weiteren Posten zwei „Neue“ – Sabine Kopp für den zweiten Vorsitz und Thomas Schuhmacher für den Schriftführer. Alle vier wurden in gewünschter geheimer Wahl mit deutlicher Mehrheit gewählt.

Hoffnung für die Zukunft gaben die positiven Rückmeldungen der Mitglieder über die bisherige Arbeit des Kunstvereins, die ihn zu einem bundesweit anerkannten Verein gemacht habe. Und mindestens genauso wichtig sei der Wille und die Bereitschaft des Vorstands und Beirats, sich in Diskussionen und Aktionen gemeinsam mit den Mitgliedern für neue Wege zu öffnen.

Am Ende berichtete Gisela Späth über die geplanten Aktivitäten. So ist vom 22. bis 30. Juni eine Ausstellung im Wasserturm vorgesehen. Sie bringt im Rahmen der „1250 Jahre Hockenheim“ und dem Partnerschaftswochenende Künstler aus den drei Partnerstädten zusammen. Im Spätjahr wird Shinroku Shimokawa zum Thema „Stein“ eine Ausstellung vorbereiten.

Als Vorgeschmack über neue Wege und zum Kennenlernen der zwei neuen Vorstandsmitglieder laden Sabine Kopp und Thomas Schuhmacher am Donnerstag, 16. Mai, ab 18.30 Uhr die Mitglieder zum Gedankenaustausch und einem Baustellen-Happening ins neue Atelier von Thomas Schumacher in die Zähringer Straße 1 ein. „Keck - Kunst im Eck“, auch eine Kunstaktion ist geplant. zg

Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional