Hockenheim

Jumelage Bürgermeister tragen sich ins Goldene Buch ein / Dreisprachige Führung über das HÖP und den Hockenheimring / Rund 350 Menschen feiern zusammen

Großer Festakt mit den Partnerstädten

Archivartikel

Das war eine internationale und emotionale Begegnung. Diesen Eindruck teilten alle Mitglieder der Delegationen aus den Partnerstädten Commercy, Hohenstein-Ernstthal und Mooresville. Sie waren anlässlich des Jubiläumsjahres zu Gast. Der Startschuss für das abwechslungsreiche dreitägige Programm fiel mit einem Festakt in der Stadthalle. Mehr als 110 Sänger des gemischten Chors präsentierten zum Beginn das Lied „Für alle“. Über 350 Gäste aus den Partnerstädten folgten diesem Ruf in die Rennstadt. Ein echtes Zeichen wahrer Verbundenheit, waren sich die Teilnehmer einig.

Oberbürgermeister Dieter Gummer, Bürgermeister Jérôme Lefèvre (Commercy), Stadträtin Dr. Petra Hiersemann in Vertretung für OB Kluge (Hohenstein-Ernstthal) und Bürgermeister Miles Atkins (Mooresville) begrüßten die Gäste aus nah und fern. Der Festakt verband Feierlichkeit mit emotionaler Verbundenheit. Die Städte Hockenheim, Hohenstein-Ernstthal und Commercy präsentierten kurze Filme über die Kommunen. Mooresville steuerte einen unterhaltsamen Geburtstagsclip bei, in dem die Mitwirkenden ihre Gesangskünste unter Beweis stellten.

Der AGV Belcanto, die Liedertafel, der Sängerbund Liederkranz und der Männergesangsverein Eintracht zeigten ihre Qualität. Die vier Gesangsvereine schufen mit ihren Liedern ein Klangerlebnis und ein passendes optisches Bild auf der Bühne der Stadthalle. Dabei traten sie als Frauen- und Männerchor sowie als gemischte Formation auf.

Die Freundeskreise der drei Partnerstädte Hohenstein-Ernstthal, Commercy und Mooresville bereicherten den Festakt. Ein besonderer Moment war der Eintrag anlässlich des Partnerschaftstreffens in das Goldene Buch der Stadt Hockenheim.

Erstmals gemeinsam zu Gast

Die Vertreter der Partnerstädte würdigten damit das besondere Jubiläum: Die 1250-jährige Erwähnung im Lorscher Codex. Die SWR-Moderatorin Rosa Omeñaca Prado, vier Chöre sowie die Schülerinnen Julia Bulitta und Sjana Reisinger führten mehrsprachig durch das Programm. OB Gummer bedankte sich bei den Mitwirkenden der Freundeskreise und der Gastgeber für ihre Beiträge. „Unsere Partnerstädte sind erstmals gemeinsam bei uns zu Gast. Das ist eine gute Gelegenheit, vieles auszutauschen und gemeinsam zu erleben“, meinte OB Gummer zum Partnerschaftswochenende. „Die zurückgelegten Kilometer aller Teilnehmer zeigen mir, wie eng die Partnerschaften zwischen den Städten und Freundeskreisen sind“, ergänzte er. Bürgermeister Jérôme Lefèvre betonte die Bedeutung der Jugend für die Partnerschaften: „Sie laden zur Verständigung und Versöhnung der Völker ein. Hierzu mögen unsere Beziehungen dienen.“ Dr. Petra Hiersemann betonte, dass die Teilnehmer aus Hohenstein-Ernstthal mit einem vollen Bus der Einladung gefolgt seien. Bürgermeister Miles Atkins aus Mooresville gratulierte Hockenheim zur 1250. Geburtstagsfeier. „Dieses Ereignis ist beeindruckend und aufregend. Wir freuen uns riesig, dass wir hier ein Teil davon sein dürfen“, so Atkins.

Außerdem gab es eine dreisprachige Führung durch das Hochwasserschutz- und Ökologieprojekt (HÖP). Die Gäste nahmen das Mittagessen in der Lamellenhalle ein, wo die Landfrauen bei der Bewirtung mitwirkten. Im Anschluss besichtigten die Teilnehmer die Bilderausstellung anlässlich der Städtepartnerschaft im Wasserturm. Mit der Besichtigung des Hockenheimrings ging der Besuch weiter.

Die Vertreter der Freundeskreise und Gäste gaben positive Rückmeldungen zum Programm. „Die Aktivitäten waren sehr abwechslungsreich, wir haben gute Gespräche geführt. Dabei blieb auch Zeit, familiäre und freundschaftliche Beziehungen zu vertiefen“, beobachtete Matthias Stier vom Freundeskreis Commercy. Dem stimmte auch Peter Busch für den Freundeskreis Hohenstein-Ernstthal zu. „Unsere sächsischen Freunde haben sich bei der Abreise am Motodrom für die Herzlichkeit, mit der sie von den Hockenheimer Bürgern begleitet wurden, bedankt. Diese drei Tage werden als ein ganz besonderes Erlebnis in Erinnerung bleiben“, sagte er.

Ein weiterer Vorteil war, dass alle Programmpunkte auch in französischer und englischer Sprache angeboten wurden. „Die Übersetzung ermöglichte allen, am Partnerschaftswochenende teilzuhaben“, fand Marina Nottbohm für den Freundeskreis Hockenheim-Mooresville. zg

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