Hockenheim

Zusammenleben Gruppe der Lokalen Agenda will Bewusstsein schaffen / Mitstreiter gesucht

„Grüne Engel“ sagen Müll den Kampf an

Archivartikel

Den „Grünen Engeln“ sind bereits einige im Stadtgebiet begegnet. Ihr Anliegen ist aber trotz des himmlischen Namens irdischer Natur: Mehr Sauberkeit in Hockenheim. Die Initiative hat sich unter dem Dach der Lokalen Agenda 21 gebildet und wird vom Hockenheimer Marketingverein (HMV) unterstützt.

Die noch junge Gruppe sucht weiterhin neue Mitstreiter. Interessenten haben die Gelegenheit, die „Engel“ bei ihrer nächsten Zusammenkunft am Mittwoch, 12. Juni, 10 Uhr, kennenzulernen. Treffpunkt ist am Haupteingang des Rathausneubaus. Die zukünftigen Treffen finden dann jeweils am zweiten Mittwoch eines jeden Monats statt.

Die „Grünen Engel“ sagen dem gedanken- und rücksichtslosen Wegwerfen von Müll den Kampf an. Nicht nur aus ästhetischen Gründen ist den Engeln der Müll ein Dorn im Auge. Erst vor kurzem haben Bilder über einen Igel öffentliche Aufmerksamkeit erregt. Das Tier hatte sich in achtlos entsorgtem Draht verfangen und hätte ohne eine rettende Hand sicherlich sein Leben verloren. „Es geht uns auch um Artenschutz, denn viele Tierarten sind durch die riesigen Müllmengen stark gefährdet“, erläutert Ingrid Hassert ihre Motivation. Sie ist zusammen mit Renate Rottmayer eine der Initiatorinnen der Gruppe. Hassert weiter: „Und das Problem beginnt nicht in den Meeren, die bei diesem Thema oft im Vordergrund stehen, sondern vor Ort. Hier in Hockenheim, mit jeder achtlos weggeworfenen Zigarettenkippe und jedem nachlässig entsorgten Bonbonpapier.“

Mittlerweile haben sich schon einige Gleichgesinnte gefunden. Sie sind in unregelmäßigen Abständen auf dem Weg, Hockenheim vom Müll zu befreien. Sie werden dabei von den hilfsbereiten Mitarbeitern der Stadtverwaltung Hockenheim unterstützt, die den gesammelten Müll an den deponierten Orten abholen. „Ein Anruf genügt und es klappt immer“, freut sich Diethelm Christen, einer der „Grünen Engel“. Dabei trafen sie schon so manche Überraschung an. „Bei unserer letzten Tour haben wir eine Hantelbank im Wald gefunden“, berichtet Renate Rottmayer.

Sammelstationen errichtet

Viel positive Rückmeldung aus der Bevölkerung motiviert die „Grünen Engel“. „Wir wünschen uns, dass unser Engagement ganz Hockenheim erfasst“, so Renate Rottmayer. Und genau aus diesem Grund entwickelten sie eine Idee, die ab sofort von der gesamten Bevölkerung genutzt werden kann. Am Empfang des Rathauses Hockenheim und beim HMV sind zwei Müllsammelstationen entstanden. Dort können alle, die dem Müll den Kampf ansagen wollen, Greifzangen ausleihen und Mülltüten besorgen. Eine kleine Informationsschrift nennt Ansprechpersonen, die sich darum kümmern, dass der Müll dann ordnungsgemäß entsorgt wird. zg

Info: Weitere Informationen unter www.agenda-hockenheim.de

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