Hockenheim

Sommerfest Pavlos Wacker, der frischgewählte Landesvorsitzende der Jusos, zu Gast bei der After-Work-Party des Landtagsabgeordneten Daniel Born

Grundrente ist für die SPD gelebte Sozialpolitik

Während in Saarbrücken die erste Findungsrunde in Sachen neue Parteispitze stattfand, hatten sich die Sozialdemokraten vor dem Büro des Landtagsabgeordneten Daniel Born in der Schwetzinger Straße zur Sommerparty versammelt. „Die A-Party“, wie Born mit Blick ins Saarland betonte. Denn auch wenn es wichtig sei, wer an der Spitze stehe, die SPD bleibe eine Partei der Basis. Vor Ort, in der täglichen Arbeit mit den Menschen, werde das sozialdemokratische Profil deutlich.

Den vergangenen Wahlsonntag wollte Born nicht schönreden, einzig die Tatsache, dass es in Thüringen gelungen sei, die „Faschisten“ von der Macht fernzuhalten, erfüllte ihn mit Genugtuung. Und Born weiß vom Stuttgarter Parlament her, in dem die AfD vertreten ist, wovon er spricht – „die sind nicht bürgerlich, das sind Rechtsradikale“. Doch eigentlich wollte Born lieber über die gute Politik der SPD reden, über das Erreichte bei der Rente und in der Sozialpolitik. Was ihm täglich an Problemen in seinem Bürgerbüro zugetragen werden, zeige ihm, wie wichtig die SPD als Volkspartei sei und wie wichtig es ist, sie wieder in Führungspositionen zu bringen.

Gegen Meerschweinchenfrisuren

Einen, der dazu im Land in der Lage ist, begrüßte Born ganz herzlich – Pavlos Wacker, den neuen Landesvorsitzenden der Jusos. Der 21-Jährige steht seit Juni der Nachwuchsorganisation der SPD im Land vor und hat klare Vorstellungen davon, wie in diesen hochbrisanten Zeiten, „in der Präsidenten mit Meerschweinchenfrisuren die Politik auf den Kopf stellen“, gehandelt werden muss.

Ganz wichtig ist dem Studenten, der nebenbei im Wahlkreisbüro der Emmendinger Landtagsabgeordneten Sabine Wölfe arbeitet, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, sie ernst zu nehmen. Und dann heiße es, neue Impulse zu setzen. Wacker verglich dies mit einem Turner am Trapez – „wer nicht den Mut hat loszulassen, der baumelt in der Luft herum“.

Sein Leitbild ist ihm seine Oma, die drei Kinder großzog, ihr Leben lang gearbeitet hat und nun kaum Rente bezieht. „Für diese Menschen machen wir Politik“, forderte Wacker eine neue Sozialpolitik mit sozialdemokratischer Handschrift, mit Grundrente, mit einem Grundrecht auf Wohnen und ein Land, in dem nicht 1,8 Millionen Kinder in Armut leben müssen.

Im Anschluss blieb genügend Zeit zum Gespräch unter den Vertretern der Ortsvereine aus der ganzen Region und war die Frage nach der SPD-Spitze ein Thema. Doch wichtig, so Born, für den Erfolg der Partei sei die gute Arbeit vor Ort. aw

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