Hockenheim

Hockenheimring Badischer Motorsport Club schult 180 Sportwarte für den Einsatz an der Rennstrecke / Unterweisung in acht Disziplinen mit Experten

Grundsatz: „Erst sichern, dann melden, dann helfen“

Die Sportwarte des Badischen Motorsport Clubs (BMC) gehen gut vorbereitet in die neue Motorsport-Saison. Die Schulung war an zwei Sonntagen angesetzt. Trotz Schneefalls und kalter Temperaturen kamen am ersten Sonntag 120 Sportwarte, am zweiten 60 zur Instruktion.

Die Aufteilung auf zwei Tage bewährte sich, an beiden Tagen wurden je vier Gruppen im Baden-Württemberg-Center am Hockenheimring eingeteilt. Für viele Teilnehmer war es eine Wiederholung, für andere die Grundausbildung: Ohne diesen Kurs darf heute kein Sportwart mehr an der Rennstrecke seinen Dienst verrichten.

Jeder muss die Abläufe kennen

In der ersten Gruppe erläuterte BMC-Präsident Jörg Bensemann den Sinn und Zweck der Streckensicherung. Sicherheit für alle an einer Motorsport-Veranstaltung Beteiligten habe größte Priorität. Dazu gehört auch der Grundsatz „Erst sichern, dann melden, dann helfen“. Grundsätzlich gilt laut Bensemann: Die Sicherheit der eigenen Person steht an erster Stelle.

Der Streckenposten ist der vor der Veranstaltung im Streckenabnahme-Protokoll in der Rennstreckenlizenz festgelegte Standort, auf dem die Akteure der Streckensicherung eingesetzt werden: Streckenpostenleiter, Streckenbeobachter, Telefonist, Streckenwart, Sanitäter und Brandbekämpfer. In der Gruppe zwei gab es die Unterweisung der verschiedenen Flaggen und Beispielvideos von Rennstrecken, fachkundig von Heike Schüssler erklärt. Die dritte Gruppe war in der Boxengasse am Werk. Hier erklärte Markus Vogelsang die Arbeit der DMSB-Staffel und was sich so alles in einem Einsatzfahrzeug der DMSB Staffel befindet. Gezeigt wurde auch, wie man einen verunglückten Fahrer aus einem Rennfahrzeug holt.

Funkmeldungen richtig absetzen

In der Boxenanlage zeigten Sportleiter Marcel Fitterer, Heiko Ruder und David Hagenbuch, wie man ein verunglücktes Motorrad aus einem Kiesbett richtig aufrichtet und was dabei alles zu beachten ist. In der Race Control gab es die Unterweisung von Thomas Kaltenbrunner, wie korrekte Funkmeldungen während einer Veranstaltung aussehen müssen.

Nach der Mittagspause folgte der praktische Teil auf der Rennstrecke, mit Flaggen, korrektem Vorgehen einem Unfall und Funkspruch. Thomas Kaltenbrunner beobachtete diesen Schulungsteil am Posten drei in der ersten Kurve, auch Ravenol- Kurve genannt, und korrigierte Fehler. Im Baden-Württemberg-Center übte die nächste Gruppe Erste Hilfe Uwe Hamm und Uwe Karl vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) mit Helmabnahme, stabiler Seitenlage und Betreuung von verunglückten Fahrern.

Auf der Betonplatte hinter dem Ernst-Wilhelm-Sachs-Haus war die Praxis der Brandbekämpfung Thema: Wann kommt welcher Feuerlöscher zum Einsatz? Hierbei zeigten Rainer Kietz, Thomas Flach und Jonas Scheer von der Freiwilligen Feuerwehr Hockenheim, wie man ein brennendes Fahrzeug richtig löscht.

Diese Übungen gingen reihum, so dass jede Gruppe und jeder Sportwart einmal zugange war. Für jede Gruppe waren für die Übungen etwa 30 Minuten vorgesehen – und diese wurde auch eingehalten. Zum Schluss gab es für alle Teilnehmer die Ausbildungsnachweise.

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