Hockenheim

Polizeipräsidium Alkohol- und Drogenkontrolle sorgt für Behinderungen auf der Talhausstraße / Mehrheit begrüßt Aktion

Hauptunfallursache wird bekämpft

Archivartikel

100 Fahrzeuge und 120 Personen wurden bei der Schwerpunktkontrollaktion „Drogen im Straßenverkehr“, die das Polizeipräsidium Mannheim am Montag, 27. Juli, unter Federführung des Polizeireviers Hockenheim in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzteam „Drogen im Straßenverkehr“ von 12 bis 20 Uhr in der Talhausstraße durchgeführt wurde, kontrolliert. Mit der Aktion wollte die Polizei die Hauptunfallursachen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr bekämpfen (wir berichteten).

Insgesamt wurden sechs Fahrzeugführer, die unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilnahmen, festgestellt. Gegen diese wurden Strafverfahren wegen Drogenbesitzes eingeleitet. Darüber hinaus war eine Fahrzeugführerin stark alkoholisiert. Ein Alkoholtest bei ihr ergab einen Wert von rund 2,8 Promille.

Zahlreiche Verstöße festgestellt

Der Frau wurde die Weiterfahrt untersagt, der Führerschein wurde einbehalten und sie setzte den Heimweg mit ihrem Hund zu Fuß fort, teilt das Polizeipräsidium Mannheim nach Abschluss der Kontrolle in deren Auswertung mit.

Ferner wurde einmal Fahren ohne Fahrerlaubnis, ein Verstoß gegen die Abgabenordnung, Kraftfahrzeugsteuergesetz, und ein Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz festgestellt.

Darüber hinaus wurden mehrere Verstöße gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen festgestellt. Diese werden im Rahmen von Ordnungswidrigkeitsverfahren geahndet.

An der Kontrollstelle waren insgesamt 46 Beamte der Polizeireviere Hockenheim und Schwetzingen als Teilnehmer einer Schulungsmaßnahme hinsichtlich Alkohol und Drogen im Straßenverkehr eingesetzt.

Die intensive Fortbildung aller Verkehrspolizisten und immer mehr Beamtinnen und Beamte der Streifendienste der Polizeireviere, die Zentralisierung der Qualitätskontrolle sowie die Übernahme der Fachaufsicht durch eine Expertengruppe „Drogen im Straßenverkehr“ hat in den letzten Jahren zu einer deutlichen Qualitätssteigerung und Intensivierung bei der Bekämpfung der Hauptunfallursache Drogen im Straßenverkehr geführt, teilt die Polizei mit.

Schulungen werden fortgesetzt

Verkehrsteilnehmer, die sich unter Drogeneinfluss ans Steuer setzen, müssen künftig zu jeder Zeit an jeder beliebigen Stelle damit rechnen, in eine Drogenkontrolle zu geraten. Die Schulungen und Kontrollen werden intensiv fortgesetzt, stellt die Polizei fest.

Im Zuge der Kontrolle kam es zu einem Rückstau in Richtung Talhauskreuzung. Doch die meisten Menschen nahmen es mit Gelassenheit, schaut man auf die Kommentare, mit denen die Kontrolle in den sozialen Netzwerken begleitet wurden. Zwar fühlte sich der eine oder andere gegängelt, doch betonte die Mehrheit der Kommentatoren die Notwendigkeit der Kontrolle, die durch die Ergebnisse deutlich unterstrichen worden sei. Drogen und Alkohol am Steuer und dies an einem Montag – viele Verkehrsteilnehmer wünschen sich eher noch mehr Kontrollen.

Auch Michael Klump von der Pressestelle des Polizeipräsidiums verteidigt eventuelle Verkehrsbehinderungen, immerhin gehe es um ein hehres Ziel, die Bekämpfung der Hauptunfallursachen Nummer eins – Alkohol und Drogen. Normalerweise, so der Polizeisprecher, würden die Kollegen vor Ort darauf achten, dass es nicht zu Staus kommt, doch seien die Folgen der Verkehrskontrollen letztlich zu erdulden, gehe es doch um unser aller Gesundheit. zg/aw

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