Hockenheim

„Heimspiele“ bei den Supersportwagen

Hockenheimring: Beim ADAC GT Masters gehen fünf Fahrer aus dem Umgebung an den Start

Hockenheim.„Heimspiel“ haben fünf Piloten die beim ADAC GT Masters, das am 14./15. September auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg die Wertungsläufe elf und zwölf austrägt, an den Start gehen: Sie müssen für die Anfahrt weniger als 50 Kilometer bewältigen.

Als Heimschläfer gehen Arlind Hoti (Aust Motorsport, Audi R8 LMS, Mannheim) und David Jahn (RWT Racing, Corvette C7 GT3-R, Speyer) durch. Sie sind nach rund 25 Kilometern Fahrt an der Rennstrecke. Auf den weiteren Plätzen folgen Dennis Marschall (HCB-Rutronik Racing, Audi R8 LMS, Eggenstein-Leopoldshafen) und Marvin Dienst (Schütz Motorsport, Mercedes-AMG GT3, Lampertheim) mit 40 respektive 42 Kilometern.

Der über die Insiderkreise hinaus wohl bekannteste Name residiert in Heppenheim, rund 47 Kilometer nördlich an der Autobahn A5 gelegen: Fabian Vettel vom Mann-Filter Team HTP. Auch für den jüngeren Bruder des viermaligen Formel-1-Weltmeisters Sebastian ist Hockenheim keine Rennstrecke wie jeder andere. „Hier bin ich meine ersten Kilometer im Rennauto gefahren, kenne jeden Winkel der Rennstrecke. Hier habe ich erstmals im Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter Team HTP getestet“, sagt Fabian Vettel.

Der 20-Jährige, der erst 2017 begann, aktiv Motorsport zu betreiben, bewertet seine Debütsaison in der „Liga der Supersportwagen“ als „sehr lehrreich“: „Mir war klar, dass im ADAC GT Masters ein rauer Wind herrschen würde. Die Leistungsdichte in diesem hochklassigen Feld ist unglaublich. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Rund 30 Fahrzeuge von acht Marken, alle von professionellen Teams eingesetzt und von Toppiloten gesteuert und damit praktisch alle gleich schnell. Das ist der härteste Wettbewerb, den man sich vorstellen kann.“ Nur wer vorne startet, habe eine realistische Chance auf ein Spitzenergebnis. Aber gerade das Qualifikationstraining ist eine riesige Herausforderung. Die Reifen entwickeln vielleicht für zwei Runden ihren maximalen Grip. „Ich gehe davon aus, dass in Hockenheim wieder um die 25 Autos in einer Sekunde liegen werden.“

Wie ein Familienausflug

Die ADAC GT4 Germany, ADAC TCR Germany und ADAC Formel 4 sowie der Porsche Carrera Cup sorgen gemeinsam mit dem ADAC GT Masters dafür, dass während des Wochenendes auf dem Hockenheimring ein Highlight das nächste jagt: Fünf Rennläufe am Samstag, sechs am Sonntag. Kinder unter zwölf Jahren haben in Begleitung eines zahlenden Erwachsenen freien Zutritt, was das Wochenende auf dem Ring zu einem motorsportlichen Familienausflug werden lässt. zg

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