Hockenheim

Kreis Ausschuss für Soziales strebt Konzept mit konkreten Maßnahmen gegen „häusliche Gewalt“ an

Hilfe für Frauen

Region.Der Ausschuss für Soziales des Kreistags des Rhein-Neckar-Kreises beschäftigt sich in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 12. November, 14 Uhr, im Landratsamt Heidelberg, Sitzungssaal 5. OG, unter anderem mit dem Sachstandsbericht zum Umsetzungsstand der Erstellung der Kreisseniorenplanung im Kreis, dem Tätigkeitsbericht der Heimaufsichtsbehörde sowie mit dem Thema häusliche Gewalt.

Bezug nehmend auf Letzteres sollen Handlungsfelder zu deren Vermeidung beziehungsweise zur Verbesserung der Versorgungssituation von Betroffenen besprochen und auf den Weg gebracht werden. Der Bedarfsanalyse des Landes ist zu entnehmen, dass es im Rhein-Neckar-Kreis zu schätzungsweise 5720 Gewalttaten gegen Frauen pro Jahr kommt. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher ausfallen. Aktuell fördert der Kreis fünf Vereine im Stadtgebiet Heidelberg mit 105 904 Euro im Jahr, die sich vornehmlich um die Belange von Frauen kümmern. Mehr gibt es auch in der Region nicht, nur weitere Netzwerke im Kontext „häusliche Gewalt“ in Mannheim und Heidelberg.

Bund und Länder haben sich die Umsetzung der „Istanbul-Konvention“ als einen politischen Schwerpunkt herausgegriffen. Es soll eine abgestimmte Gesamtkonzeption zur Verbesserung der Versorgung von gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern entwickelt werden. Ziel ist es, ein flächendeckendes Hilfesystem in Kooperation mit den Kommunen zu etablieren. Auch der Rhein-Neckar-Kreis sieht hier Bedarf und ein Gesamtkonzept vor, welches 2020 vorgelegt werden soll – mit konkreten Maßnahmen und den hierfür erforderlichen Ressourcen. zg

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