Hockenheim

Altes Fahrerlager Lions-Club spendet 3000 Euro an den Tafelladen / Mittel, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie von großer Bedeutung sind

Hilfe macht Ladenöffnung erst möglich

Archivartikel

Hockenheim.Die Zahl der Menschen, die tagtäglich auf Unterstützung angewiesen sind, ist durch die Corona-Pandemie mit Sicherheit nicht kleiner geworden. Im Gegenteil, berichtet Hubert Mitsch, der Leiter des Bereichs Tafel und Second Hand beim Kreisverband des Roten Kreuzes. In der Region betreibt das DRK sechs Tafelläden, darunter einen in Hockenheim, bei denen Menschen mit qualitativ einwandfreien Nahrungsmitteln versorgt werden.

Der Grundgedanke dabei ist, so Mitsch, dass nicht alle Menschen ihr täglich Brot haben, andere Lebensmittel im Überfluss zur Verfügung stehen. Hier wollen die Tafeln einen Ausgleich schaffen, indem sie Lebensmittel, die noch gut sind, die jedoch im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige verteilen.

Zahlreiche Helfer bei der Tafel

Das DRK stellt dazu auf seiner Homepage fest: „Jeder gibt, was er kann! Nach diesem Leitspruch engagieren sich kleine, mittlere oder große Unternehmen. Viele Helfer spenden ihre Freizeit für die Idee. Ein paar Stunden am Tag, in der Woche, im Monat – so wie es die persönlichen Möglichkeiten zulassen. Rund 32 000 Menschen engagieren sich als ehrenamtliche Tafelhelfer. Die gesammelten Lebensmittel werden weitergereicht an bedürftige Personen. Die Abgabe der Lebensmittel erfolgt gegen einen kleinen symbolischen Betrag.“

Durch die Corona-Pandemie gerieten die Tafelläden gleich zweifach in eine schwierige Lage: Auf der einen Seite stieg die Zahl der Menschen, die auf Hilfe der Tafel-Läden angewiesen sind, sei es durch Kurzarbeit oder den Verlust der Einnahmequellen, zum anderen mussten die Tafeln selbst schließen, da der Schutz der Mitarbeiter Vorrang hat.

Weshalb Mitsch der Stadt sehr dankbar ist, dass sie dem Tafelladen das Alte Fahrerlager kostenfrei zur Verfügung stellt. Dort können die erforderlichen Sicherheitsabstände ausgewiesen werden und dort kann die Tafel ihren Betrieb wieder aufnehmen. Sehr zur Freude der Menschen, die auf die Früchte dieses ehrenamtlichen Engagements angewiesen sind.

Ehrenamtlich heißt im Umkehrschluss nicht kostenlos, und so freut sich Mitsch umso mehr, dass ihm aucg der Hockenheimer Lions-Club hilfreich zur Seite steht. Abstandsgitter, unzählige Schutzmasken, die zusätzlichen Transporte, kurzum der erhöhte logistische Aufwand für die provisorischen Tafelläden ist immens und so wandt sich Mitsch mit der Bitte um Hilfe unter anderem anden Lions-Club.

Bei dem er quasi offene Türen einrannte, wie Heinz Kuppinger, der Beauftragte für die Öffentlichkeitsarbeit bei einem Treffen am Alten Fahrerlager betonte. Zusammen mit Vizepräsident Rouven Klausmann und Clubsekretär Hans-Peter Haffner, Präsident Manfred Albert war verhindert, waren die Lions zu Mitsch gekommen, um ihm eine Spende in Höhe von 3000 Euro zukommen zu lassen.

Etwas mehr als 15 Jahre ist der Hockenheimer Lions-Club mittlerweile alt. Allein in dieser Zeitspanne hat er rund 250 000 Euro innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft gespendet. Eine stolze Summe, die der Club überwiegend mit seinen Benefizveranstaltungen erwirtschaftet. Weshalb Kuppinger auch kleine Sorgenfalten auf der Stirn hat, denkt er ans Spätjahr. Denn dann steht wieder die Veranstaltung „Hockenheim Stars singing Christmas“ auf dem Programm. Mit dieser Konzertreihe hat das Hilfswerk eine Marktlücke geschlossen, kaum hängen die Plakate fürs neue Konzert, schon ist die Stadthalle ausverkauft. Doch heuer schwebt über allem der Vorbehalt der Corona-Pandemie, weshalb die Mitglieder des Lions nur hoffen können, dass bis zum Spätjahr wieder Normalität einkehrt.

Denn ihr Engagement ist wichtiger denn je, wie der Termin beim Tafelladen unterstreicht. Ob Projekte, die Kindern zugutekommen oder wie nun bedürftigen Menschen, die Hilfsbereitschaft des Lions-Clubs ist in der ganzen Verwaltungsgemeinschaft geschätzt und gefragt. Und sie wird gerne gewährt.

Denn für andere da zu sein, sich für Menschen, die Hilfe bedürfen, zu engagieren, das ist die Richtschnur des Lions-Clubs, der sich innerhalb des Service-Club-Verbundes weltweit rund 1,4 Millionen Menschen verpflichtet fühlen.

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