Hockenheim

Musikschule Bei der „Party Time“ überzeugen Ensembles und Solisten / Moderne und poppige Stücke neben klassischem Repertoire

Husarenritt durch Zeiten und Stile

Die Musikschule Hockenheim lud wieder zu einem Konzert ins Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium ein. Unter dem Titel „Party Time“ präsentierten drei Ensembles und über 30 Blockflötenschüler aus der Klasse von Robert Sagasser ihr Können. Dem Titel des Programms entsprechend, waren neben dem klassischen Blockflötenrepertoire diesmal besonders viele moderne und poppige Stücke zu hören.

Das Ensemble „Die Zauber-Flöten“, die jüngste der drei Blockflötenformationen, eröffnete das Konzert mit einem farbig und abwechslungsreich gestalteten Rondo von James Hook, einem beliebten englischen Komponisten der Klassik.

Nach der Begrüßung kamen zunächst die jüngsten Schüler an die Reihe. Sie zeigten mit folkloristischen, traditionellen und modernen Kompositionen aus aller Welt, mit wie viel Freude sie Musik machen und wie gut sie bereits nach kurzer Zeit ihr Instrument beherrschen.

Anschließend gehörte die Bühne wieder den „Zauber-Flöten“. Bei „Parade“ und „Party Time“ von Allan Rosenheck kam Stimmung auf, die auch bei den Solostücken der acht zehn- bis 14-jährigen Schülerinnen und Schüler anhielt. Südamerikanisch, rockig, klassisch oder irisch, Alt- oder Sopranblockflöte: Es kam alles gut an bei den aufmerksam lauschenden Zuhörern, teilt die Musikschule mit.

Danach stellte sich das Ensemble „Blasebälger“ auf, ein Ensemble von sechs 13- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schülern, die seit vier Jahren zusammen proben. Hier spielten alle schon die Altblockflöte, das Hauptinstrument der Blockflötenfamilie, und es kam auch die noch größere und dadurch tieferklingende Tenorblockflöte dazu. Das Ensemble bot zwei klangschöne englische Tänze und knüpfte mit „Partylöwen“ an die bisherigen Ensemblebeiträge an. In ihren Solobeiträgen überzeugten die fortgeschrittenen Schüler mit Werken unter anderem von Georg Friedrich Händel, Georg Philipp Telemann und Johann Sebastian Bach und zeigten dabei große Virtuosität, Klangschönheit und Ausdruckskraft.

Reise durch Musikgeschichte

Auch die „Hockenheimer Stadtpfeifer“ schließlich waren bei der Party dabei und gingen mit Variationen über „Happy Birthday“ mit dem Publikum auf eine Reise durch die Musikgeschichte. Die bekannte Melodie wurde zu einem Gregorianischen Choral, blitzte in einer Bach’schen Orgel- und einer Mozart’schen Klaviersonate auf, wurde zum Thema einer weiteren Sinfonie von Beethoven, zu einem eleganten Wiener Walzer und vielem mehr. Und all das spielten die drei „Stadtpfeiferinnen“ so überlegen und mit dem jeweils angemessenen Ausdruck, dass das Publikum diesem Husarenritt durch die Zeiten und Stile mühelos folgen konnte.

Am Ende versammelten sich alle Mitwirkenden zu einem Schlussstück auf der Bühne und es gab begeisterten Applaus von den Zuhörern, bevor der Nachmittag bei selbstgebackenem Kuchen und Getränken ausklang. zg

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