Hockenheim

ASG Tria Radcracks überwinden bei 300-Kilometer-Fahrt nach Commercy zahlreiche Höhenmeter / An Radtourenfahrt in der Partnerstadt beteiligt

Im Namen der Freundschaft in die Pedale getreten

Mit Marion Gollnick, Thomas Claus, Heinz Schwegler, Rainer Kief, Gerhard Kneis und Christoph Mülleneisen kehrte sozusagen das „Nachkommando“, die glorreichen Sechs der ASG-Commercy-Fahrer nach einer Tagesetappe von knapp 300 Kilometern glücklich zurück.

„Das Abschlussbier nach zwölf Stunden Fahrt auf dem Rennrad auf Schweglers Terrasse hatten wir uns redlich verdient“, so Thomas Claus, der zusammen mit Heinz Schwegler auch die 2018er Tour de Commercy hervorragend organisiert hatte, und Horst Reisig, der sich mit dem Begleitfahrzeug stets zur rechten Zeit am rechten Ort befand. „Wie die Heuschrecken fielen die hungrigen und durstigen Radler in den Pausen über die Verpflegung her“, fügte die gute Seele der Tour im Gespräch mit einem breiten Grinsen an.

„Der Wettergott war uns am ersten Tag wohl gesonnen, denn erst nach der Ankunft und dem Zielgetränk öffnete der Himmel seine Pforten und ein heftiges Gewitter zog die ganze Nacht über Andlau“, so Manuela Göbel, die gemeinsam mit ihrem Mann Roland Walter zu den Tourneulingen der Fahrt gehörte. „Es war immer der letzte Berg für den Tag, den wir gerade fahren“, fügt sie mit einem breiten Schmunzeln noch an. Das sagte Thomas Claus ihr jedes Mal, um sie zu motivieren, obwohl er gefühlt wirklich jeden Hügel auf der Fahrt mitnehmen wollte. Besonders am zweiten Tag mussten die ASG- Radler hart arbeiten, waren doch um die 130 Kilometer und 2200 Höhenmeter zu bewältigen.

Erste Tour im Jahr 1986

Die Touren der ASG Triathlon haben eine lange Tradition. Bereits kurz nach der Gründung des Vereins im Jahr 1986 lebten die ASGler die deutsch-französische Freundschaft. „In allen Bewegungsarten des Triathlons haben wir Commercy schon erreicht“, so Rainer Kief. Zu Fuß laufend, schwimmend in den Kanälen von Frankreich, von einem Hausboot begleitet, und die längste Tradition haben nunmehr die Fahrten mit dem Rennrad im dritten Jahrzehnt, die jedoch in den ersten Jahren auch ohne Begleitfahrzeug, nur mit Rucksack bestückt, bewältigt wurde.

Die 22-köpfige ASG-Delegation hatte auf ihrer viertägigen Fahrt so einiges zu bewältigen: etwa 180 Kilometer und 500 Höhenmeter am ersten Tag, 130 Kilometer mit 2200 Höhenmetern an Tag zwei und 125 Kilometer mit 1200 Höhenmetern am dritten Tag bis Commercy. „Die Defekthexe hatte mich auserkoren“, so Wilfried Schmidt, der mit zahlreichen Platten zu kämpfen hatte, deren Ursache ein akribischer Rainer Kief am Ende dann doch in einem kleinen Metallstück im Mantel fand und abstellte.

In Commercy angekommen, fand am Teamhotel ein Empfang durch die Bürgermeisterstellvertreterin Elise Thiriot statt. Der ASG-Vorsitzende Oskar Stephan überbrachte unter anderem die Grußworte von Hockenheims OB-Stellvertreters Fritz Rösch und der Vorsitzende des Freundeskreises Hockenheim-Commercy, Matthias Stier, bedankte sich für die Gastfreundschaft und die gelebte Verbindung der beiden Städte.

In der Partnerstadt fand auch wieder eine Radtourenfahrt des Radsportvereins Commercy statt, bei dem der Großteil der ASG-Cracks die 90-Kilometer-Runde fuhr. „Auf der Runde gab es einige Spielchen“, so Pedro Leischwitz. Wilfried Schmidt und Joachim Glaubitz ließen eine Verpflegungsstation ausfallen, um zur ersten Gruppe aufzuschließen, die wiederum einer Gruppe Franzosen hinterher eilte. Thomas Claus versuchte andererseits, einer weiteren französischen Gruppe mit Worten sowie Händen und Füßen den „Belgischen Kreisel“ zu erklären, um Geschwindigkeit aufzunehmen. „Sie haben wohl nicht richtig verstanden, was Thomas meinte, nickten aber immer freundlich“, so Cornelia Lang.

Mit 92 noch auf der Runde

Zusammen mit dem Freundeskreis reiste auch Karl Peter an, der mit 92 Jahren ältester Teilnehmer der Radtourenfahrt war und die 30-Kilometer-Runde bewältigte.

Nach der Radtourenfahrt und dem gemeinsamen Essen im Radstadion Commercys mit gegenseitigem Austausch von Pokalen und Geschenken bedankte sich auch der Vorsitzende des Radsportvereins, Dany Garaudel, und verabschiedete den Großteil der ASGler zur Rückfahrt mit dem Bus. ska

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