Hockenheim

Kunstverein Künstler aus Rastatt stellen in der Zehntscheune aus / Gegenausstellung wird am Freitag in der Pagodenburg, Kapellenstraße, eröffnet.

Impulse im künstlerischen Dialog thematisiert

Inspirierend und innovativ in der Begegnung präsentierte sich die jüngste Vernissage des Kunstvereins: Raum und Zeit boten sich für Künstler des gleichnamigen Vereins aus Rastatt. Die geballte Schaffenskraft der Männer und Frauen aus der badischen Metropole ließ den Ausstellungsraum schier erbeben. So war es kein Wunder, dass alle Plätze gefüllt waren, als Marius Müller die Finger über die Tastatur seines Pianos gleiten ließ, um musikalisch in die Vernissage einzuführen.

Erstmals eröffnete der neue Vorsitzende des Kunstvereins der Rennstadt, Kurt Kreimes, eine Ausstellung unter diesem Stern. Er betonte, dass „Kunst verzaubert“ und befand, dass genau diese Kombination vieler Künstler und Kunstschaffenden schon fast mehr Potenzial berge, denn zu verzaubern.

Etiketten für die Besucher

„Der besondere Reiz dieses Projektes liegt im Austausch und in der Impulsgebung“, betonte er in seiner Willkommensrede für die Künstler, die aus Rastatt angereist waren. „Der Rhein verbindet unsere Städte, genauso wie die Kunst“, vertiefte er die Beziehung und bedankte sich bei Gisela Späth, die jüngst den Vorsitz des Vereins an ihn übergeben hatte, sowie dem Vorsitzenden des Rastatter Kunstvereins, Jörn Kausch. „Ich finde es schön, dass es zu dieser Begegnung gekommen ist“, so Kreimes.

Ein Grußwort überbrachte Bürgermeister Thomas Jakob-Lichtenberg. Er würdigte die große Bereicherung des Stadtlebens durch den Kunstverein. Gisela Späth, die künftig als Künstlerische Leiterin des Vereins tätig ist, atmete die „Spannung, die uns alle lebendig hält, eine Akzeptanz, die uns allen inne liegt.“ Für sie galt es daher, diese Spannung nach außen zu tragen und die Vielfalt zu schöpfen. Namensschilder überreichte sie konsequenterweise den Künstlern, um den Dialog zu vereinfachen. Für die Besucher hingegen gab es Etiketten, mit denen sie die Kunst vertiefen konnten. „Entdeckerfreude“ oder „Ironie und Wahrheit“ standen auf diesen Etiketten, auch „Räume deuten“ oder „Strukturieren“ – sie hatte sich viele Begriffe einfallen lassen, um gemeinsam über die Werke sprechen zu können.

Diese Form der Begegnung empfand Fred Hauns als wohltuend. Der Schöpfer der Skulpturen „Miss Twiggy“, „Michelstädter“ oder „Grey Man“ ließ die „Entdeckerfreude“ auf sich und sein Gegenüber wirken: „Ja, in der Betrachtung den Blickwinkel zu verändern, das ist wesentlich“, resümierte er.

Am Freitag, den 15. Juni, 18 Uhr, wird die Gegenausstellung eröffnet. Dann präsentieren Mitglieder des Kunstvereins Hockenheim in der Pagodenburg, Kapellenstraße 34, Rastatt, ihre Werke.

Gegenausstellung in Rastatt

An der Ausstellung in der Zehntscheune nehmen die Künstler Johanna Helbling-Felix, Bong Sook Hong, Gerd Nöldner, Günther Karcher, Fred Hauns, Walter Schiementz, Paul Sachse, Christel Otto, Edith Frank, Heidrun Dautner, Inge Jungberg, Klaus Ruschmann, Ralf Schira, Emmenegger-Kanzler, Edgar Fries, Sigrund Schad, Bruno Rößler, Mark Kanitzer, Antje Kausch, Jörn Kausch, Alfons Weiß und Walter Jung teil.

Die Werke sind noch bis 8. Juli in der Zehntscheune zu sehen. Geöffnet ist Ausstellung donnerstags bis freitags, 16 bis 18 Uhr, samstag von 11 bis 13 Uhr und sonntags von 15 bis 17 Uhr. ak

Info: Infos unter www.kunstverein-hockenheim.de

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