Hockenheim

Tank- und Rastanlage Gutting macht sich für „Truck Tower“ stark

In die Höhe statt in die Fläche wachsen

Archivartikel

Hockenheim.„Truck Tower“ als Alternative: Für sichere Parkplätze und bequeme Unterkünfte, dafür setzt sich der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises, Olav Gutting, mit Nachdruck ein und spricht sich für einen „neuen guten Weg in den Bemühungen gegen die bestehende Lkw-Parkplatznot“ aus. Jetzt hat sich der Politiker erneut an die Regierungspräsidentin Sylvia Felder gewandt. „Ich wäre Ihnen sehr zu Dank verbunden, wenn Sie in Ihrem Hause das Projekt „Truck Tower“ auf seine Realisierung hin prüfen lassen wollten“, schreibt er wörtlich, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Und weiter lässt er wissen: Auf dem von der Bürgerinitiative Pro Stadtwald C4 im Juli 2019 veranstalteten Diskussionstreffen, über das er umgehend das Regierungspräsidium informiert habe, kam im Zusammenhang mit möglichen Alternativen, was die Erweiterung der Tank- und Rastanlage Hockenheim angeht, eindeutig zum Ausdruck, dass man sich nicht auf den vom Regierungspräsidium vorgeschlagenen Tauschhandel „Lärmschutz gegen Teile des Waldgrundstücks“ einlassen wolle. Auch der Vorschlag zur Errichtung eines Lärmschutz- und Sichtschutzwalls konnte die Kritiker der Erweiterungsanlage nicht zufriedenstellen.

Waldstück erhalten

Man sei sich weitestgehend darüber einig gewesen, dass das zwischen Wohngebiet und Tank- und Rastanlage befindliche Waldstück in seinem gesamten Umfang erhalten werden müsse, um besser vor den Schadstoffemissionen geschützt zu sein. Diese Meinung teile er.

Vor kurzem sei er, so Gutting, auf eine technische Alternative mit der Bezeichnung „Truck Tower“ der Firma Abona aus Bruchsal aufmerksam gemacht worden, die mit der Erläuterung „So funktioniert komprimiertes Parken“ exakt beschrieben ist.

Laut Bundesverkehrsministerium fehlen derzeit mehr als 30 000 Lkw-Stellplätze an den Autobahnen, lautet Guttings Hinweis. Weitere umfangreiche Anlagen, um den Lkws ausreichend Parkraum an den Autobahnen zur Verfügung zu stellen, lassen sich nicht ohne weiteres rekrutieren. Geeignete Flächen für neue Lkw-Parkplätze stehen nur begrenzt zur Verfügung. Ihre Einrichtung ist mit teils langwierigen Genehmigungsverfahren verbunden.

„Umso wichtiger ist es, nach alternativen Lösungen zu suchen“, schreibt der Parlamentarier. Das Konzept der Firma Abona wurde bereits der Öffentlichkeit vorgestellt. In einem „Truck Tower“, eine Art Parkhaus, könnten die Lkw übereinander untergebracht werden. Gleicher Flächenverbrauch, dreimal so viele Parkplätze – so laute die Rechnung der Bruchsaler Entwickler.

Die Firma hat dem Abgeordneten Informationsmaterial zukommen lassen, das er dem Regierungspräsidium zur Verfügung stelle, um eine Umsetzung zu prüfen. Schließlich sollte die Wohnqualität der Anlieger unbedingt erhalten bleiben. zg

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