Hockenheim

In Holzschuhen die Tribüne hoch

Archivartikel

Maximilian Wendl über eine friedliche Invasion in Orange am Ring

 

Wir befinden uns im Jahre 2018. Das ganze Motodrom ist von Fans von Ferrari-Pilot Sebastian Vettel und Unterstützern von Weltmeister Lewis Hamilton besetzt. Das ganze Motodrom? Nein. Eine von unbeugsamen Holländern besetzte Tribüne am Eingang des stadionähnlichen Streckenabschnitts leistet hartnäckig und lautstark Widerstand.

Es geht hier aber nicht um den berühmten Einleitungssatz, der aus Asterix und Obelix bekannt ist, sondern um eine niederländische Invasion. Angeführt wird die orangene Meute von Red-Bull-Pilot Max Verstappen. Seine Fans fluteten seit Freitag den Hockenheimring.

Zu Tausenden sind sie gekommen, um zu bleiben, um ihren Helden zu unterstützen. Sie haben in der Innentribüne einen ganzen Abschnitt für sich in Anspruch genommen.

Aber auch vor der Südtribüne, auf dem großen Fan-Areal, fallen die Unterstützer des 20-Jährigen auf: In traditionellen Holzschuhen, die in Verstappens Heimat Klompen genannt werden, und in Red-Bull-Farben bemalt sind, stapfen die Fans an den Merchandise-Ständen vorbei. Alternativ stechen einem die Luftballon-Kronen, die an das niederländische Königshaus erinnern, ins Auge.

Und für Stimmung sorgen die „MV33“-Fans auch. Und das, obwohl Verstappen in Hockenheim mit stumpfen Waffen kämpfen muss, denn sein Renault-Motor hat gegenüber Mercedes und Ferrari große Nachteile.

Immerhin springt am Ende für die orangene Meute und deren Liebling Platz vier heraus – ein ordentliches Ergebnis. Eingenommen haben die friedlichen „Rebellen“ das Motodrom aber nicht. Nun hoffen nicht nur sie, dass sie eine die Gelegenheit für einen weiteren Anlauf erhalten werden.

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