Hockenheim

ASG Tria Vorgezogene Silvesterparty am Contikreisel startet mit Fitness und Kilometern / Triathleten verbrennen Kalorien auf der alten Rennstrecke

In Richtung der begehrten Lachsrollen joggen

Archivartikel

„Was für eine grandiose Silvesterparty“, so hörte man es an den aufgestellten Stehtischen am Contikreisel immer wieder. Aber bevor die vorgezogene Party steigen konnte, mussten erst einmal Kalorien im Vorfeld verbrannt werden.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der Ausdauer-Sport-Gemeinschaft (ASG Tria) Oskar Stephan liefen die Teilnehmer los. Sie wollten das alte Jahr mit guten Vorsätzen sportlich verabschieden. Der ASG-Chef erklärte sich bereit, eine kleinere Gruppe mit Anfängern anzuführen, die nur 4,4 Kilometer laufen mussten.

Begeistert zeigte sich Stephan, dass der Großteil die ursprünglich geplanten 7,8 Kilometer laufen wollte. „Ich glaube, so viele waren wir noch nie. Das ist Rekordbeteiligung“, freute sich der ASG-Tria-Vorsitzende. „Gut die Hälfte sind wahrscheinlich Nichtmitglieder“, bemerkte sein Stellvertreter Rainer Hüber, da auch einige ASGler bei den Silvesterläufen in Schifferstadt und Heddesheim am Start waren. Auch bei der neunten Auflage des Lauf-events unter der Leitung der Ausdauersportgemeinschaft ging es nicht um gute Zeiten und verbissene Positionskämpfe. Alle wollten bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen zehn Stunden vor dem neuen Jahrzehnt das Laufjahr locker, entspannt und stressfrei ausklingen lassen.

Ein entspanntes Lauftempo

Vielmehr wurde viel erzählt und das Tempo so gewählt, dass keiner aus der Puste kam. Bemerkenswert fanden es die Veranstalter auch, dass die 70-jährige Siglinde Buse und der 80-Jährige Manfred Haubenthal vom Marathonteam Ketsch zum neunten Mal mit dabei waren. „Das macht doch immer Spaß, mit so vielen Gleichgesinnten zu laufen“, gab Haubenthal zu Protokoll. Er wurde zuletzt Dritter der baden-württembergischen Halbmarathonmeisterschaften in der Gruppe „M 80“. Auch der Nußlocher Doppelweltmeister im Rückwärtslaufen, Jürgen Hagmann, freute sich als ehemaliger Hockenheimer, mal wieder seine alte Laufstrecke unter die Sohlen nehmen zu können.

Teilweise zu neunt nebeneinander lief die Läuferschar auf der alten Rennstrecke dem Ziel entgegen und fast alle nahmen es Führungsläufer Christian Ryll nicht übel, dass er einen Kilometer vor dem Ziel noch eine zwei Kilometer lange Schleife „eingebaut“ hatte. „Sonst wären wir zu früh und die Strecke zu kurz gewesen. So haben sich alle die zwei Lachsrollen verdient“, sagte Ryll mit einem breiten Grinsen. Am Ende war die Strecke kreuz und quer durch den Hardtwald 8,8 Kilometer lang, anstatt der angekündigten 7,8 Kilometer. Im Schnitt dürften die Teilnehmer in 56 Minuten knapp 700 Kalorien abgebaut haben und es musste keiner ein schlechtes Gewissen haben, später etwas über die Stränge zu schlagen.

„Das war auf alle Fälle besser als alleine zu laufen. Da hätte ich bestimmt dreimal abgekürzt“, sagte der Reilinger Flugkapitän Sven Zund, bevor man zum gemütlichen Teil überging. Und der dauerte fast doppelt so lange wie die Laufzeit.

Schlemmen ohne Reue

Am Ende fand das letzte Weihnachtsgebäck, der Glühwein und das alkoholfreie Weizenbier reißenden Absatz. Da auch in den letzten Jahren die legendäre Lachsrolle zuerst vergriffen war, hatte diesmal Wolfgang Müller nach eigenem Rezept eine zweite Lachsrolle angefertigt. So feierte man eine vorgezogene Silvesterparty, bis auch der letzte Krümel und der letzte Schluck verzehrt waren. „Einen guten Rutsch“ hieß es noch unzählige Male, bevor sich die Läufer der ASG auf den Heimweg machten. cry

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