Hockenheim

Coronavirus Hochzeiten finden erneut mit Einschränkungen statt / Maximal eine weitere Person zugelassen / Empfehlungen von Bundeskanzlerin und Regierungspräsidium

In trauter Zweisamkeit sagen Paare ja zueinander

Archivartikel

Für viele Menschen war es im Sommer ein Lichtblick – die Hochzeit mit Freunden und der Familie feiern. Oder zumindest auf einen Umtrunk mit den Liebsten zusammenkommen. Nachdem die Bundesregierung den zweiten Lockdown zur Eindämmung des Coronavirus ausgerufen hat, stehen nun auch die Brautpaare vor vielen Fragen.

Ein betroffenes Paar meldete sich in der Redaktion, fragte nach, warum es nicht möglich sei, zumindest die zwei Trauzeugen dabei zu haben, denn „mehr wollen wir auch gar nicht“. Am Dienstagnachmittag erhielt das zukünftige Ehepaar dann die Nachricht, dass neben Standesbeamtin und Brautpaar eine weitere Person im Trausaal mit dabei sein darf – Erleichterung. Denn so könne eine Trauzeugin zumindest Bilder für Freunde und Familie machen. Und als Erinnerung an ein schönes Ereignis in diesen schweren Zeiten.

„Die Stadtverwaltung achtet besonders darauf, ihren Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus zu leisten. Dazu gehört analog zu den Worten von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, soziale Begegnungen auch in unseren Räumen auf ein Minimum zu reduzieren. Dieser Umstand ist für Personen und ihre Eheschließung derzeit natürlich misslich. Das ist absolut verständlich“, erklärte der Pressesprecher der Stadt, Christian Stalf, auf Nachfrage dieser Redaktion, warum die Stadt dies während des Lockdown light so handhabt.

Im März und April dieses Jahres, als Deutschland heruntergefahren wurde und seinen ersten Lockdown erlebte, mussten bereits viele Brautpaar umplanen – sagten die Trauung ab, verschoben sie oder heirateten in trauter Zweisamkeit. Daher entschied die Stadtverwaltung, im März und April bei vergleichbar steigenden Corona-Fallzahlen Trauungen mit maximal drei anwesenden Personen zuzulassen. „Zu dieser Regelung kehren wir in diesem Monat wieder zurück. Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat uns diese Vorgehensweise nach der Bitte um eine Einschätzung auch empfohlen. Die Teilnehmerzahl bei Trauungen solle so gering wie möglich gehalten werden“, erklärte Pressesprecher Stalf, dass die Durchführung einer standesamtlichen Trauung mit Standesbeamtin, Brautpaar und einer weiteren Person vertretbar sei. Diese eine Person könne ein Trauzeuge sein oder auch ein Fotograf.

Gratulation nur mündlich

Auch am Ablauf der Trauung ändere sich im Vergleich zum Frühjahr nichts. „Die Standesbeamten halten eine Traurede, damit der Tag für das Brautpaar einzigartig ist. Der Sicherheitsabstand wird eingehalten, was durch unseren großen Trautisch auch möglich ist. Das Gratulieren der frisch gebackenen Eheleute findet aktuell nur mündlich statt. Auf das Händeschütteln verzichten wir“, erklärte Stalf abschließend.

Heiraten wird das Paar, welches sich bei uns gemeldet hat, im November dennoch, denn es gehe ihnen um das Ereignis und die Verbundenheit. Und immerhin darf eine weitere Person der Trauung beiwohnen – Erinnerungsbildern steht somit nichts im Weg.

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