Hockenheim

Städtepartnerschaft Freundeskreis Hohenstein-Ernstthal besucht auf Sachsenreise besondere Hochzeitslocation im Bergwerk / Festabend mit Liedertafelsängern

Jawort im Marmorsaal tief unter der Erde

Hockenheim/Hohenstein-Ernstthal.Die Heirat ist ein wichtiges Ereignis im Leben des Menschen. Ähnlich wichtig wie die Entscheidung an sich ist auch die über den Ort der Eheschließung. Standesamt oder Kirche, in Hockenheim kann man es auch im Wasserturm tun. Eine ganz besondere Traulocation hat die Reisegruppe des Freundeskreises Hohenstein-Ernstthal auf ihrer Sachsenreise begutachtet. Im Besucherbergwerk Felsendome Rabenstein in Chemnitz werden jährlich bis zu 20 Trauungen durchgeführt.

Etwa 30 Meter unter der Erde bietet der Marmorsaal eine prächtige Akustik und einen See. Der Sekt bleibt in dieser Räumlichkeit gewiss kühl, nur muss die Braut auf ihr weißes Kleid aufpassen. Die Hockenheimer Reisegruppe mit ihren grünen und roten Helmen auf dem Kopf waren nach dem Ausflug in die sächsische Unterwelt auf jeden Fall um eine Erfahrung reicher und stärkten sich erst einmal im Bergwerksrestaurant mit warmen Getränken.

Seemannslieder auf dem Stausee

Vier Tage lang war die knapp 50-köpfige Reisegruppe in und um die sächsische Partnerstadt Hohenstein-Ernstthal unterwegs. Die Anreise hatte über Markneukirchen im Vogtland mit Museumsbesuch geführt. Das erste Reiseziel bildete die Kriebstein-Talsperre. Hier hatte Freundeskreis-Vorsitzender Peter Busch eine Schifffahrt gebucht, und mit viel guter Laune ging es eine Stunde auf den Stausee hinaus.

Für die Bewirtung sorgten zwei weibliche Smutjes, und die Musik kam natürlich vom gruppeneigenen Entertainer Peter Busch, der mit seinem Weltmeisterakkordeon die passenden Seemannslieder beisteuerte. Nach einer Führung durch das Schloss Waldenburg war abends der Bauernhof zum Silberbergwerk in Limbach-Oberfrohna der Ort für die abendliche Einkehr. Zum Weltmeisterakkordeon grüßte der Freundeskreis sein Gastland mit dem Steiger- und dem Badnerlied.

„Wie pflegt man die Städtepartnerschaft? Das geht ganz einfach, wenn man drei Busse vollpackt und nach Hohenstein-Ernstthal fährt.“ Oberbürger Lars Kluge erhielt für dieses Rezept viel Beifall im Schützenhaus. Hier hatten sich die Mitglieder des MGV Liedertafel Hockenheim und des Freundeskreises mit Freunden aus Hohenstein-Ernstthal zusammengefunden, um gemeinsam den Samstagabend zu verbringen.

Gesang in Kirche und bei Festabend

Die Hockenheimer Sänger hatten sich ebenfalls auf den Weg nach Sachsen gemacht, um in der Kirche St. Christophori in Hohenstein-Ernstthal ein Konzert zu geben (wir berichteten). Wie Liedertafel-Vorsitzender Hans Joachim Bitsch erklärte, war der Chor mit dem Kirchenkonzert sehr zufrieden: „Die Kirche ist ein sehr schöner Veranstaltungsort, sie war fast komplett gefüllt und am Ende gab es stehende Ovationen für die Liedertafel. Das war eine rundum gelungene Sache.“ Fast überflüssig zu sagen, dass die Sänger auch den Partnerschaftsabend mit Beiträgen bereicherten.

Der Freundeskreis überreichte eine Spende von 200 Euro an die Diesterweg-Schule Wüstenbrand, die stellvertretend Ortsvorsteher Andreas Küttner entgegennahm.

Am Sonntag nahmen die Hockenheimer Abschied von Hohenstein-Ernstthal. Der Heimweg führte über Bamberg, ein Spaziergang hinauf auf den Domberg und in den Bamberger Dom.

Raststättenprobleme selbst erlebt

Auf der Heimfahrt wurde die Hockenheimer Reisegruppe mit einem jetzt auch in der Rennstadt aktuellen Problem konfrontiert. Wer mit dem Bus reist, muss aus den verschiedensten Gründen Pausen an einer Raststätte einlegen – und diese waren belegt oder gar überbelegt. Dank des findigen Busfahrers Karzan fand sich jedoch immer ein Plätzchen für das große Reisegefährt. Aber unweigerlich kam das Gespräch auch auf die mögliche Raststättenerweiterung im Stadtwald C4, und das Pro und Contra wurde abgewogen.

Jetzt heißt es wieder warten, bis zur nächsten Sachsenfahrt, die für Dezember 2020 geplant ist. Aber vorher werden die Hohenstein-Ernstthaler wieder zu Gast in Hockenheim sein, so dass die Städtepartnerschaft kontinuierlich ihre Fortsetzung finden wird. lj

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