Hockenheim

Oberbürgermeister-Wahl Nach Votum in sozialem Netzwerk

Kandidat Golombek „dankt ab“

Archivartikel

Der parteilose Markus Golombek will nun doch nicht bei der OB-Wahl im Juli antreten. Er zieht damit die Konsequenz aus einer Abstimmung im sozialen Netzwerk Facebook, in der er gefragt hatte, ob er kandidieren oder „abdanken“ soll. Nachdem zwischenzeitlich 308 Nutzer für „abdanken“ und nur 13 für kandidieren gestimmt hatten, kündigte er an, auf die Abgabe von Bewerbungsunterlagen zu verzichten.

Das Ergebnis der „Mini-Volksabstimmung“, wie Golombek das Votum selbst bezeichnet, deckt sich nicht mit seiner Aussage, er sei gerade in sozialen Netzwerken in seiner Absicht zu kandidieren bestärkt worden (wir berichteten am vergangenen Samstag). Der selbstständige Immobilienmakler sagte auf Nachfrage: „Ich weiß nicht, wo die ganzen Nein-Stimmen herkommen.“

Dass während des Abstimmungszeitraums plötzlich die „Nein“-Option nicht mehr angezeigt wurde, führt Golombek auf einen Hacker-Angriff zurück. „Mir ist klar, dass das total blöd und unseriös aussieht.“ Er habe versucht, das zu korrigieren, doch sein System sei dabei ständig abgestürzt. Trotzdem sei das Ergebnis eindeutig negativ gewesen, „und was ich versprochen habe, das halte ich auch“.

Markus Golombek war auf Hockenheimer Facebook-Seiten vorgeworfen worden, er habe sich unglaubwürdig gemacht, da er alle Nutzer, die unliebsame Kommentare abgegeben oder sogar nur Fragen gestellt haben, blockiert. Er bestreitet das auf Nachfrage: Er habe nur „Hater“ (Hasser) blockiert, die ihn beleidigt oder auf seine Aussagen „dumme Antworten“ gegeben hätten. „Ich habe etwas Gutes tun wollen und habe es nicht nötig, mich beleidigen zu lassen.“ Sinnvolle Fragen habe er beantwortet. mm

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