Hockenheim

Tierseuche Vermehrt Fälle von Fuchsräude festgestellt

„Kein Grund zur Panik“

Hockenheim/Ketsch.Tierärztin Annette Rathmann-Starke sieht keinen Grund zur Panik, nachdem sich die Nachricht von vermehrt räudeverdächtigen Füchsen im Bereich Hockenheim und Ketsch rasant verbreitet hat: „Ich habe aktuell noch keinen einzigen Hund wegen Räude behandeln müssen“, sagt die Ärztin mit Praxis in Ketsch. Die Räude ist eine Erkrankung, die sich durch Parasiten verbreitet und die sich bei direktem Kontakt vor allem auf Hunde und auch auf Menschen übertragen kann.

Die Jägervereinigung Mannheim hatte mitgeteilt, dass zuletzt mehr räudeverdächtige Füchse beobachtet und erlegt worden seien als üblich. Das nährte die Furcht von Hundehaltern, ihr Vierbeiner könne sich die so genannten Grabmilben einfangen, die für die Räude verantwortlich sind. Die Parasiten sorgen für einen Juckreiz. „Das ist sehr unangenehm für die Tiere“, sagt Rathmann-Starke. Die Tierärztin rät, den eigenen Hund – Katzen sind seltener betroffen – genauer zu beobachten. Wenn sich das Haustier über das Normalmaß hinaus kratze, sei es angeraten, zum Tierarzt zu gehen. Die Inkubationszeit beträgt bis zu drei Wochen. Man solle darauf achten, dass Hunde Fuchsbauten und -kadaver möglichst meiden. 

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