Hockenheim

Gaußfreunde Reisegruppe erkundet die Provence / Karstquelle sorgt für Staunen

Kirchenportal macht Eindruck

Zur Herbststudienfahrt der Gaußfreunde hatte die Provence viel zu bieten: Der Reichtum kultureller Hinterlassenschaften der Römer in ihrer einstigen „Vorzeigeprovinz“ erfreute die Studienreisenden im Antikenmuseum von Arles mit zahlreichen reliefgeschmückten Sarkophagen, der „Venus von Arles“ und einem gewaltigen aus der Rhône geborgenen Lastkahn. Am Pont du Gard, in den Amphitheatern in Nîmes und Arles, beim Betrachten der Theater von Arles und Orange, des gewaltigen Juliermonumentes bei St-Rémy-de-Provence und der Maison Carrée in Nîmes wurde der hohe Rang künstlerischer und architektonischer Leistungen der Römer bewundert.

Auf dem ehemals berühmtesten Friedhof Europas, Les Alyscamps (die „elysischen Felder“) in Arles, spürte die Reisegruppe die friedvolle Stimmung dieser über viele Jahrhunderte bevorzugten Begräbnisstätte. Wie sehr die Bildhauer des Mittelalters an die römischen Skulpturen anknüpften, wurde beim Betrachten der Darstellung des Jüngsten Gerichtes am Portal von St. Trophime in Arles deutlich. Ähnliche Beobachtungen konnten die Hockenheimer auch an den romanischen Fassaden der Kirchen St. Gabriel bei Tarascon und der Abtei St. Gilles machen.

Strenge Architektur

Der Blüte der höfischen Dichtung und der Minnelieder gedachte man in der sehr gut erhaltenen Burg von Tarascon und auf der Ruine von Les Baux. Einblicke in das Mönchsleben und die kulturelle Bedeutung der Klöster im Mittelalter vermittelten die festungsartige Benediktinerabtei Montmajour und die Zisterzienserabtei Silvacane, deren strenge Architektur eine ausgezeichnete Akustik bewirkt, die durch zwei gregorianische Gesänge lebendig wurde. Zwei Stadtführerinnen in Avignon machten die Hockenheimer vertraut mit der Stadt. Wie sehr Petrarca mit Avignon, dem Mont Ventoux, seiner geliebten Laura und dem Umland verbunden war, erläuterte der Student Benedikt Eckert in einem profund recherchierten Vortrag auf der Fahrt zur Fontaine-de-Vaucluse. Die unterhalb einer steil hochragenden Felswand am Talschluss hervorbrechenden Wasser der weltweit bedeutendsten Karstquelle hinterließen bei der Reisegruppe einen unvergesslichen Eindruck.

Die Hockenheimer erfreuten sich am Leben der Provencalen in den Städten Aix-en-Provence, Aigues-Mortes, Saintes-Maries-de-la-Mer. Sie genossen es, in der Camargue bei einer Bootsfahrt auf der Kleinen Rhône die mannigfaltige Tierwelt zu beobachten. Im kommenden Jahr sind Reisen nach Istrien und an den Golf von Neapel geplant. zg

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