Hockenheim

Kunstprojekt Lokale Initiativen kooperieren für „vi·son“ online

Können wir Musik sehen?

Archivartikel

Nehmen wir Musik nur mit unseren Ohren wahr oder können wir sie auch sehen und fühlen? Das Digitalkunst-Projekt „vi·son“ macht mit technischen Hilfsmitteln Musik sichtbar und stellt sich dabei die Frage, was geschieht, wenn Wahrnehmungsweisen vermischt werden. In Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Hockenheim wird nun eine Ausstellung eröffnet – vollständig online.

Das Projekt „vi·son – mixing senses” setzt sich kreativ mit dem Verhältnis zwischen Musikwahrnehmung und Digitalisierung auseinander. „Wir versuchen, den Code der Musik wieder aufzufächern. Wir wollen erfahren, was Menschen tun, sehen und fühlen, wenn sie etwas Bestimmtes hören”, beschreibt der Soziologe Benjamin Doubali die künstlerische Idee.

Die Initiative bringt drei Bereiche zusammen: kreatives Programmieren (Creative Coding), Musikproduktion sowie Sozial- und Kulturwissenschaft. „Das Ganze ist Teamwork”, meint Benjamin Doubali, „zusammen versuchen wir, intensive Darstellungsweisen von Klang und Emotion zu erkunden”. Das Projekt will digitale und physische Exponate erarbeiten und präsentieren.

Im Kooperationsprojekt haben sich die lokalen Künstlerinitiativen Kalangu und Pendeloque zusammengetan. Kalangu ist ein Künstler-Pseudonym, unter dem seit 2015 verschiedene, überwiegend musikalische Vorhaben entstehen. Dahinter stecken wechselnde Studio- oder Livebesetzungen, Initiator ist Leon Fuchs, der sich für die Musik bei „vi·son“ verantwortlich zeichnet.

Einen Schwerpunkt auf visuelle Inhalte setzen Benjamin Doubali und Guido Schmidt von Pendeloque. Pendeloque wurde bekannt durch Lichtkunst im öffentlichen Raum, etwa Kirchenilluminationen in Hockenheim und Reilingen. Die digitale Ausstellung wird am Sonntag, 22. November, eröffnet. Ab 10.30 Uhr stehen die Inhalte bereit.  Die Adresse lautet unter mixing-senses.art

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