Hockenheim

Kolpingsfamilie 150 Zuhörer bei Orthopäde Dr. Thomas Schreyer

Kunstgelenke nur schwacher Ersatz

Archivartikel

Über Gelenkschmerzen und deren Ursache sprach Dr. Thomas Schreyer (Bild), Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Elisabethenstift in Darmstadt, in der Veranstaltungsreihe zum 50-jährigen Bestehen der Kolpingfamilie. Der Mediziner ist in Hockenheim aufgewachsen, in seiner Jugend war er bei Jungkolping aktiv.

Schreyer sprach im Gemeindezentrum St. Christophorus die hauptsächlich betroffenen Gelenke, Hüftgelenk und Knie an. Er stellte verschiedene Ursachen für Beschwerden dar. Ebenso zeigte er auf, wie man die richtige Diagnose findet. Nahezu immer solle zunächst konservativ, das heißt ohne Operation, behandelt werden.

Den Unterschied zwischen Knorpelschaden und Arthrose, der oft nicht deutlich genug herausgearbeitet werde, stellte er ausführlich dar. Im Falle von Knorpelschäden seien gelenkerhaltende Operationen meist zielführend, bei Vorliegen einer Arthrose allerdings sei der künstliche Gelenkersatz die Methode der Wahl. Obwohl die heutigen Kunstgelenke sehr hohe Anforderungen erfüllten, wurde deutlich, dass diese nur einen schwachen Ersatz für ein natürliches Gelenk darstellen. Das ist der Grund, warum ein Kunstgelenkersatz erst nach Ausschöpfen aller anderen Mittel gewählt werden sollte, unterstrich Schreyer.

Im Anschluss an den Vortrag konnten die rund 150 Besucher Fragen an Thomas Schreyer richten, die dieser umfassend beantwortete.

Viele Jahre hatte Schreyer Fußball in den Reihen des FV 08 Hockenheim gespielt, bevor es ihn nach dem Studium in Heidelberg über Speyer nach Darmstadt und Kassel wieder nach Darmstadt verschlug.

Die Vorsitzende der Kolpingfamilie, Stefanie Simons, dankte dem Referenten für den kurzweiligen und aufschlussreichen Vortrag und überreichte ihm als kleines Dankeschön ein Weinpräsent aus seiner alten Heimat. ps/sch/Bild: Schreyer

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