Hockenheim

Kunstverein In 15 Jahren zu einer festen Größe im Hockenheimer Kulturleben geworden / Dieter Klee zum Ehrenmitglied ernannt

Kurt Kreimes übernimmt Vorsitz von Gisela Späth

Archivartikel

Nach vielen Jahren in Doppelfunktion als Vorsitzende und künstlerische Leiterin des Kunstvereins gibt Gisela Späth aus familiären Gründen den Vorsitz an Kurt Kreimes ab. Sie wird aber weiterhin für die künstlerische Leitung zur Verfügung stehen.

Von dem Gründungsjahr 2002 an bis 2006 hat Gisela Späth den Kunstverein als zweite Vorsitzende und von 2006 bis 2018 als erste Vorsitzende und künstlerische Leiterin geführt. Mit großem persönlichem Einsatz und sehr viel Leidenschaft für die Kunst wurde der Verein unter ihrer Leitung zu einer festen Größe im Hockenheimer Kulturleben.

Darüber hinaus ist Hockenheim nach Aussagen von Gisela Späth bei vielen Künstlerinnen und Künstlern aus ganz Deutschland zu einer guten Adresse für Ausstellungen geworden, teilt der Kunstverein mit.

Die Kunst der Verwandlung war der Titel des Doppelprojekts im Gründungsjahr 2002. Verwandelt hat sich auch der Kunstverein in den 15 Jahren seines Bestehens. Durch ihren Bericht wurde deutlich, wie Gisela Späth zusammen mit dem Vorstand und Beirat das ursprüngliche Konzept weiterentwickelt und auch neue Wege beschritten hat. Neue Ausstellungsorte wurden erschlossen. Die Anzahl von zwei Ausstellungen im Gründungsjahr wurden auf fünf bis sechs erhöht, davon mindestens drei mit Arbeiten professioneller Künstler aus ganz Deutschland.

Es gab interessante Mitgliederprojekte, zum Beispiel Kooperationen mit den Partnerstädten Commercy und Hohenstein-Ernstthal, mit anderen Kunstvereinen, Aktionen in leerstehenden Läden, bei der Kulturmeile, in Schulen, beim Hockenheimer Advent, beim Gartenmarkt „Petite Fleur“, Gruppenausstellungen vor Ort und vieles mehr.

Breites Aufgabenspektrum

Auch für die Jugend wurde etwas geboten: Workshops in der Stadthallenausstellung, beim Ferienprogramm und bei den Jugendbegleiter-Projekten. Es gab Kunstfahrten, Atelierbesuche und Geselliges bei der Jahresabschlussfeier. Auch das Kunstaktionsprogramm im Zuge der Lokalen Agenda, dessen Sprecherin sie ist, war Gisela Späth wichtig. Beliebte Aktionen bei der Bevölkerung sind die „Bemalung der elektrischen Schaltkästen“ sowie der „Spaziergang Höfe und Gärten“.

Der Flüchtlingssituation geschuldet wurde 2016/17 ein Maltreff für Flüchtlinge angeboten, zuerst im Übergangswohnheim im Pfälzer Ring und später im Gemeindezentrum St. Christophorus (mehr auf www.kunstverein-hockenheim.de). Für all diese Aufgaben stand ein engagiertes Team bereit. Die Berichte von Gisela Späth und die des Kassierers Franz Späth zeigten, wie umfangreich die Arbeit des Kunstvereins und ihre Koordination geworden sind.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden Vorstand und Beirat neu gewählt. Kurt Kreimes übernimmt die Aufgabe des ersten Vorsitzenden. Bestätigt in ihren Ämtern wurden Brigitte Herrmann als zweite Vorsitzende, Franz Späth als Kassierer, Nicole Fuchs als Schriftführerin und Emi Hauck für die Öffentlichkeitsarbeit. Gisela Späth möchte sich künftig auf das Amt der künstlerischen Leitung konzentrieren.

Die vielfältigen Aufgaben im Kunstverein wären ohne die tatkräftige Unterstützung der Mitglieder des Beirats nicht denkbar. Bestätigt im Beirat wurden Inge Schwenninger und Theresia Gaa, ausgeschieden sind Dieter Klee, Nina Kruser, Hedwig Ruder und Colleen Kelley Gaa. Allen dankte Gisela Späth für ihren großen Einsatz. Neu in den Beirat gewählt wurden Olaf Zschocke und Vanessa Schramek. Den ausscheidenden Beiräten überreichte Brigitte Herrmann ein kleines Präsent. Dieter Klee wurde als Gründungsmitglied die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Herausforderung und Freude

Gisela Späth: „Ich habe nicht gefragt, ob meine Arbeit wertgeschätzt wird. Die Arbeit war Herausforderung und hat Freude gemacht. Weniger Zeit hatte ich dadurch für Freunde und meine eigene künstlerische Tätigkeit. Aus familiären Gründen stelle ich mich für den Vorsitz nicht mehr zur Wahl. Und ich denke, die Möglichkeiten der Führung eines Kunstvereins sind so vielfältig, dass es erfrischend ist, jemand anderem die Leitung zu übergeben. Ich freue mich als künstlerische Leiterin auf die Zusammenarbeit mit unserem neuen Vorsitzenden Kurt Kreimes.“

Schon seit der Gründung des Kunstvereins ist Kurt Kreimes Mitglied. Mit seiner Pensionierung im Jahr 2016 sind die Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen, deutlich gestiegen. zg

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