Hockenheim

Motorsport Finale des ADAC GT Masters vom 21. bis 23. September in Hockenheim

Lokalmatadore in allen Rennserien

Archivartikel

Nach der drittletzten Saisonveranstaltung im niederländischen Zandvoort hat sich der Titelkampf im ADAC GT Masters zugespitzt. Die neuen Tabellenführer Markus Pommer und Maximilian Götz im Mercedes-AMG GT3 des Mann-Filter-Teams HTP haben nur ein Mini-Polster von acht Punkten auf ihre nächsten Verfolger, Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche 911 GT3 R von Precote Herberth Motorsport. Trotz zwei punktelosen Rennwochenenden in Folge liegt auch die Callaway Competition-Corvette C7 GT3-R von Daniel Keilwitz und Marvin Kirchhöfer mit gegenwärtig 19 Zählern Rückstand noch absolut in Schlagdistanz, heißt es in einer Pressemitteilung.

Perfekte Voraussetzungen also für das vorletzte Stelldichein der „Liga der Supersportwagen“ am 8./9. September auf dem Sachsenring und mehr als nur ein Indiz dafür, dass die Titelentscheidung im ADAC GT Masters – wie in allen Jahren davor – auch diesmal erst beim großen Saisonfinale vom 21. bis 23. September auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg fallen wird. Die Fans können sich schon jetzt auf ein PS-Spektakel der Extraklasse freuen, wenn sich rund 35 der optisch und akustisch imposanten GT3-Boliden in den beiden Ein-Stunden-Rennen mit Fahrerwechsel auf die Reise machen.

Weniger als 80 Kilometer

Für einige Mitglieder der ADAC GT Masters-Familie bedeutet das Saisonfinale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg ein Heimspiel. So haben vier Piloten aus der „Liga der Supersportwagen“ weniger als 80 Kilometer Anreise. Spitzenreiter ist einmal mehr Dennis Marschall. Der 22-Jährige vom Team BMW Team Schnitzer benötigt für die rund 40 Kilometer von seinem Wohnort Eggenstein-Leopoldshafen bis an die Rennstrecke kaum mehr als eine halbe Stunde. Manch einer wird eine weitere Fahrt von Hockenheim bis zu seinem Hotel haben als der Sohn der Markenpokal-Legende Thomas Marschall.

Platz zwei belegt Mercedes-Pilot Markus Pommer aus dem Mann-Filter-Team HTP, der im rund 65 Kilometer von Hockenheim entfernten Neckarsulm lebt, beinahe als Nachbar seines Marken- und Teamkollegen Patrick Assenheimer aus Lehrensteinsfeld bei Heilbronn. Eine ähnlich kurze Anreise wie Pommer und Assenheimer – allerdings nicht aus östlicher, sondern aus nördlicher Richtung – hat Mercedes-Fahrer Christopher Friedrich (SML CarWellness by Car Collection) aus Griesheim bei Darmstadt. Unbestrittene Lokalmatadoren bei den Teams sind die Mannen von Callaway Competition aus Leingarten bei Heilbronn, die ihre Corvette C7 GT3 bereits nach rund 60 Kilometern wieder aus dem Transport rollen können.

Auch im Porsche Carrera Cup dürfen einige Piloten das Saisonfinale in Hockenheim als Heimrennen bezeichnen. Zu ihnen gesellt sich kurzfristig Bertram Hornung. Der Routinier aus Stutensee bei Bruchsal absolviert beim Saisonabschluss des schnellsten Markenpokals der Welt einen Gasteinsatz.

Ein Rohdiamant im Feld

Eine ganz besondere Verbindung zum großen Finale hat Luke Wankmüller. Und dies nicht nur, weil der erst 17-jährige Opel-Pilot aus der ADAC TCR Germany im nur rund 70 Kilometer vom Hockenheimring entfernten Straubenhardt lebt. Das Nachwuchstalent ist auch Vereinsmitglied des MSC Weingarten im ADAC, der einmal mehr für die Organisation und Durchführung des Saisonabschlusses des ADAC GT Masters verantwortlich zeichnet.

Wankmüller ist einer jener Nachwuchspiloten, für die der Begriff „Rohdiamant“ erfunden wurde. Der Badener verdiente sich seine ersten Sporen im Renault Clio Cup, bevor er in dieser Saison in die ADAC TCR Germany aufstieg. Und dort mischt der Teenager im Opel Astra TCR von HP Racing International respektlos im Reigen der erfahrenen Tourenwagen-Routiniers mit. Nach 10 von 14 Läufen liegt Luke an der Spitze der ADAC TCR Germany Honda Rookie Challenge, in der Gesamtwertung der hartumkämpften Tourenwagenserie belegt er derzeit Platz sieben. zg

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