Hockenheim

Serie „Mein Klimaschutz“ Lokale Agenda stellt Menschen vor, die ihren persönlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten

Michael Schöllkopf: Wo es geht auf den ÖPNV umsteigen

Archivartikel

Klimaschutz ist in aller Munde, die Medien sind voll von Forderungen und Berichten über Auswirkungen und Ursachen. Die Politik wird aufgefordert Maßnahmen zu ergreifen, was natürlich absolut wichtig ist. Leider wird das aber alles nichts nützen, wenn man nicht selbst bereit ist, seinen Lebensstil zu hinterfragen und anfängt seinen persönlichen Klimanotstand auszurufen, heißt es in einer Pressemitteilung der Lokalen Agenda.

Deren Gruppe „Hockenheim für Klimaschutz“ möchte daher in der Reihe „Mein Klimaschutz“ von Menschen berichten, wie diese ihre persönlichen Klimaschutzmaßnahmen im täglichen Leben umsetzen. Den Aufakt macht heute Michael Schöllkopf, der seinen persönlichen Umgang zum Thema Mobilität vorstellt.

Als selbstständiger Unternehmer ist er an fünf Tagen der Woche bei seinen Kunden unterwegs in der Region Mannheim, Karlsruhe, Landau und Triberg im Schwarzwald, da kommen rund 18 000 Kilometer im Jahr zusammen.

Seit diesem Jahr fährt er zu seinen Kunden in Karlsruhe und Triberg mit der Bahn und kann bis zum Jahresende voraussichtlich etwa 9000 Kilometer jährlich einsparen.

Mehr Lebensqualität gewonnen

Der Umstieg auf die Bahn war am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, wenn man aber erst einmal den inneren Schweinehund überwunden hat, geht so ziemlich alles. „Durch den Umstieg ist die Reisezeit zwar etwas länger, aber die Vorteile überwiegen durchaus“, so Michael Schöllkopf.

Dank Bahncard und „BW-Einfach“ halten sich die Kosten ebenfalls in Grenzen. Der Mehrgewinn an Lebenszeit, die man im Zug mit Nachdenken, Ausruhen oder Aufarbeiten von Projekten hat, ist einfach genial. Man lernt neue Leute kennen, sieht etwas von der Landschaft und in den meisten Fällen ist der Nahverkehr pünktlich. Auf alle Fälle ist das ganze wesentlich stressfreier als Autofahren und im Stau stehen im Berufsverkehr. Leider ist die Verbindung nach Landau mit dem ÖPNV nicht ganz optimal, aber ab nächsten Jahr wird er dann mit dem neuen E-Firmenwagen mit integrierten Solarzellen diese Strecke fahren. Die Ladung erfolgt selbstverständlich überwiegend mit der eigenen PV Anlage.

Ach ja, den Weg zum Bahnhof und zurück sowie alles was man sonst in Hockenheim zu erledigen hat, geht er zu Fuß, das ist sein tägliches Fitnessprogramm. So kommt man leicht auf 10 000 Schritte, ein gutes Herz-Kreislauftraining und man sieht auch, wie sich die Stadt entwickelt.

Im Privatleben benötigt er so gut wie kein Auto. Das Thema Urlaub wurde in diesem Jahr ebenfalls mal mit der Bahn und dem Reisebus umgesetzt. Fliegen und Kreuzfahrten sind im Moment absolut Tabu, erst wenn sich abzeichnet, dass sich vernünftige Alternativen entwickeln wird das wieder in den Fokus rücken.

Wenn es die Zeit erlaubt geht er gemeinsam mit seiner Frau zu Fuß und mit dem Rucksack zum Einkaufen. Man kauft dadurch viel bewusster ein, denn alle Artikel müssen in den Rucksack passen und man muss ja wieder den ganzen Weg zurück.

Weitere Berichte folgen und können auch unter www.hockenheim-fuer-klimaschutz.de nachgelesen werden. zg

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Schwetzinger Zeitung
Newsticker Rhein-Neckar
Newsticker überregional