Hockenheim

Matapaloz-Festival Am ersten Tag kommen etwas mehr als 50 000 Fans der Böhsen Onkelz zum Hockenheimring / Keine Engpässe bei Anreiseverkehr und Camping

Mit halbem Publikum läuft's richtig rund

Bei der Fanbekleidung dominiert weiterhin eindeutig schwarz, aber sonst liegt alles im grünen Bereich am ersten Tag des Matapaloz-Festivals, dessen Premiere die Böhsen Onkelz an ihrer Kultstätte Hockenheimring dieses Wochenende feiern. Die Deutschrocker, die 2014 und 2015 bei ihren Open-Air-Auftritten über eine halbe Million Besucher angelockt hatten, erweitern dabei sowohl das musikalische Angebot als auch das Begleitprogramm. Die Resonanz bleibt aber offenbar hinter der der Vorjahre deutlich zurück.

Konzertveranstalter Wizard Promotions will am heutigen Samstag eine offizielle Besucherzahl veröffentlichen, doch aus verschiedenen Quellen war gestern zu erfahren, dass es etwas mehr als 50 000 Konzertbesucher gewesen sein dürften, die das um einige Heavy-Metal-Spielarten erweiterte Spektakel miterleben wollten.

Knapp 25 000 Camper angemeldet

Da knapp 25 000 Fans die Campingmöglichkeiten in Anspruch genommen haben, verlief der Anreiseverkehr der anderen Hälfte des Publikums völlig entspannt. Nach Angaben von Marten Pauls von der Firma Campo Event Engineering, die im Auftrag von Wizard die Themen Parken und Camping betreut, wurde das Parkplatzangebot mit gut 50 000 Stellflächen - davon 21 500 für Tagesgäste - bewusst großzügig gehalten, so dass auch nach Beginn des Bühnenprogramms kein einziger Platz komplett ausgebucht gewesen sei.

Da zusätzlich eine ganze Reihe von "Nichten und Neffen" mit Bussen und Bahnen nach Hockenheim reisten, kam es nach Angaben von Polizeisprecher Heiko Kranz, bei dem vor Ort die Informationen zusammenlaufen, zu keinerlei Stockungen des Verkehrs.

"Wir hatten mit schwierigeren Verhältnissen gerechnet", sagte Kranz am späten Nachmittag, "aber es ist durchweg super geflossen." Die Ordnungshüter hatten laut Kranz mit 13 000 Fans gerechnet, die mit Pkw anreisen.

Der Blick auf die T-Shirts der Gäste ließ darauf schließen, dass die Anhänger der Böhsen Onkelz klar in der Überzahl waren, nur vereinzelt tauchten die Namen anderer Bands auf. In der Innenstadt und am Ring zeugten die verschiedensten Dialekte davon, dass viele eine lange Anreise, etwa aus der Schweiz, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, auf sich genommen hatten, um die Onkelz beim Open-Air zu erleben.

Dass die Gesamtzahl deutlich geringer ausfiel, merkten auch diejenigen, die sich um die Versorgung der Fans kümmerten: Getränkehändler Norbert Gaa, der in der Heidelberger Straße einen bei solchen Events gut frequentierten Stand betreibt, nahm den Rückgang gefasst hin: "Kein Vergleich zu den Vorjahren - aber besser, als wenn gar nichts los wäre."

OB: Keine Anrufe auf Hotline

Ein Verantwortlicher des Rewe-Markts sprach von einem etwa 50 Prozent höheren Umsatz bei Getränken und Grillzubehör, Globus-Marketing-Chef Dimitri Wirth beobachtete ein größeres Aufkommen im Getränkecenter und rechnet heute in der Gastronomie mit vielen Frühstücksgästen. Laut OB Dieter Gummer ging bislang kein Anruf bei der Anwohner-Hotline ein.

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