Hockenheim

FDP-Hockenheim Liberale stellen Programm für die Gemeinderatswahl vor / Auf fünf Themenfeldern soll die Entwicklung der Stadt skizziert werden

Mit HÖP die Attraktivität des Zentrums steigern

In seiner „Liberalen Runde“ im Dezember stellte der FDP-Stadtverband sein Wahlkampfprogramm zu Gemeinderatswahl der Öffentlichkeit vor, heißt es in einer Pressemitteilung der Liberalen. Stadtrat Frank Köcher-Hohn betonte, dass die FDP in Hockenheim auf eine lange Tradition zurückgreife. Der Ortsverband sei vor mehr als 50 Jahren gegründet worden und seit vielen Jahrzehnten stelle die FDP Stadträte, die sich für die Belange der Bürger einsetzten. „Auch 2019 werden wir versuchen mit voller Stärke anzutreten und unsere zwei Sitze zu verteidigen. Alle Jahre wieder ist es eine große Herausforderung, Kandidaten zu finden“, so Köcher-Hohn.

Mit der Vorstellung des Wahlprogrammes wolle die FDP zeigen, in welche Richtung sie mit den Bürgern gehen möchte und wo sie Impulse setzen will. Die FDP greife dabei fünf Themen, „Familienfreundliche Gemeinde“, „Innenstadt und Stadtentwicklung“, „Schulen und Bildung“, „Wirtschaft und Finanzen“ und „Senioren, Behinderte und Barrierefreiheit“ auf.

In einer familienfreundlichen Gemeinde müsse der Ausbau der Kinderbetreuungsangebote mit flexiblen Öffnungszeiten für alle Altersgruppen vorangetrieben werden. Kinderspielplätze müssten schrittweise neu entwickelt, saniert oder instandgehalten werden. „Mit dem Kinder- und Jugendhaus Pumpwerk und dem Jugendzentrum am Aquadrom haben wir zwei Einrichtungen, die sehr gut angenommen werden“ so Köcher-Hohn. Diese Einrichtungen müssten gefördert werden und es sollten genügend Streetworker vorhanden sein, um mit der Jugend ins Gespräch zu kommen.

Seit vielen Jahren würde versucht die Hockenheimer Innenstadt wieder zu beleben. Jetzt sei die Möglichkeit gekommen, dies umzusetzen. Mit der Neugestaltung des Messplatzes und dem HÖP würde die Innenstadt attraktiver und erholsamer für die Bevölkerung. Das wolle die FDP fördern und weiter entwickeln. „Ruheplätze zu schaffen und gleichzeitig einen gemütlichen Einkaufsbummel zu unternehmen, ist auch in unserem Interesse und dieses werden wir auch umzusetzen versuchen“ so Köcher-Hohn.

Der massive Wohnungsbedarf habe Hockenheim erreicht. Hier müsse gegensteuert werden und innerorts Möglichkeiten gefunden werden, um dem Bedarf gerecht zu werden. Gegebenenfalls müsse über die Erschließung neuer Wohngebiete nachgedacht werden. Die FDP werde sich dem nicht widersetzen, allerdings habe die Bebauung des Innerorts Vorrang.

Die Schulentwicklung muss weitergehen. Dies ist eines der Kernthemen der FDP, da es wichtig für die Zukunft der Kinder sei. Hockenheim, so die Liberalen, sei in Sachen Schulen grundsätzlich gut aufgestellt; allerdings müsse noch an der einen oder anderen Schraube gedreht werden. So sei die Digitalisierung zukunftsweisend zu gestalten. Auch die Anschaffung von Dokumentenkameras, Tablets und Laptops an allen Schulen sei nötig.

Um den Eltern und Kindern Sicherheit, und der Kommune ausreichend Zeit für die Vorbereitung von Inklusionen zu ermöglichen, möchte die FDP alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, damit das Schulamt in Mannheim die Klärungsverfahren für die Kinder mit Förderbedarf zwei statt ein Jahr vor der geplanten Einschulung startet (wie das auch in allen anderen Schulämtern im Land üblich ist), betont FDP-Vorsitzende Claudia Loff.

2012 habe die Stadt die Nachhaltigkeitssatzung beschlossen, um den Anstieg der städtischen Verschuldung zu verhindern, so dass künftige Generationen bessere Gestaltungsmöglichkeiten in der Zukunft haben. Für die FDP ist diese Nachhaltigkeitssatzung ein wichtiges Bekenntnis für den Schuldenabbau. Bevor die Stadt finanziell tätig wird, um die Stadtentwicklung voranzubringen, müsse geprüft werden, ob Investoren für ein geplantes Vorhaben bereitstehen. Den Vorratskauf von Grundstücken lehnt die FDP ab.

In einer Zeit, in der die Bevölkerung immer älter werde, sei es wichtig, über neue Konzepte für Senioren nachzudenken. So ist es der FDP wichtig, einen Seniorenbeirat in der Stadt zu haben. Dieser könnte Konzepte erarbeiten und dem Gemeinderat und der Verwaltung berichten. Wohnungsnahe Versorgung mit Lebensmitteln für Senioren und Behinderte müsse im gesamten Stadtgebiet sichergestellt werden. Mehr öffentliche oder öffentlich zugängliche Toiletten im gesamten Stadtgebiet gehören ebenso zu einer Senioren- und behindertenfreundlichen Gemeinde.

Weiterhin möchte die FDP, dass der Behindertenführer jährlich aktualisiert wird und den Betroffenen zugesandt wird. zg

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