Hockenheim

Stadthalle „Chaplin – das Musical“ feiert die Premiere seiner Frühjahrstournee / Hommage an den Tramp / Als Schauspieler und Regisseur erfolgreich

Mit Spazierstock und Melone zu Weltruhm getippelt

Archivartikel

130 Jahre nach der Geburt von Charlie Chaplin begann die große Europatournee des Musicals über sein Lebenswerk, das am Donnerstag, 6. Februar, 20 Uhr, in der Stadthalle die Zuschauer begeistern soll, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Das Musical „Chaplin“ erzählt die Geschichte von Charlie Chaplins Aufstieg und Fall auf dem Weg zum Ruhm. Als er nach Amerika kam, war er ein Niemand. Als er es verließ, tat er das inmitten von Skandalen und Kontroversen. Dazwischen wurde Charlie Chaplin zu einem der beliebtesten und bekanntesten Entertainer der Welt.

Das Musical bringt den raschen Aufstieg und den späteren Fall des Filmgenies eindrucksvoll auf die Bühne. Deutsche Songs und deutsche Dialoge lassen den Zuschauer tief in das private Leben von Charles Spencer Chaplin blicken. Am 16. April 1889 erblickte Charles Spencer Chaplin, vermutlich in London, das Licht der Welt. Damals konnte niemand ahnen, dass dieser, in ärmlichste Verhältnisse hineingeborene Junge, einmal der erste Weltstar des Kinos wird. Charlie Chaplin trat zunächst in die Fußstapfen seiner Eltern und verdingte sich bereits im Alter von neun Jahren als Schauspieler in den Music-Halls Londons.

Durch eine Theatertournee landete er schließlich in Nordamerika, wo er 1914 seine erste Anstellung beim Film erhielt. In dieser Zeit schuf Chaplin auch die Figur des „Tramp“, mit der er weltweit die Herzen des Publikums eroberte. Bald machte er sich auch als Regisseur einen Namen und schuf Filme, die auch über 100 Jahre nach deren Entstehung noch weltweit aufgeführt werden und zu den Klassikern des Genres zählen.

Weil Chaplin mehr Unabhängigkeit bei der Produktion seiner Filme wollte, gründete er 1919, zusammen mit anderen Künstlern, den Filmverleih United Artists. Der Aufstieg des Filmgenies schien unaufhaltsam. Doch wo Erfolg ist, da sind Neider. Auch Chaplin musste das erfahren. Chaplin wurde als Kommunist denunziert, was schließlich darin gipfelte, dass man ihm 1952 die Wiedereinreise nach Amerika verweigerte. Erst 20 Jahre später erhielt er ein Zehn-Tages-Visum für die USA, um seinen zweiten Ehren-Oscar entgegenzunehmen. Chaplin starb am 25. Dezember 1977 in der Schweiz. lj

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