Hockenheim

Mit weniger zufrieden sein

Siegfried Kahl beschreibt seinen abgekapselten Alltag nach der Südtirol-Skitour

Das Homeoffice funktioniert bestens, sogar eine Telefonkonferenz mit drei weiteren Teilnehmern ist problemlos über den Privatanschluss zu handhaben, die technischen Voraussetzungen sind heutzutage auch von zuhause nahezu grenzenlos.

Meine leichte Erkältung macht mir noch ein wenig zu schaffen, aber die trage ich schon viele Wochen mit mir rum. In der aktuellen Lage werde ich natürlich oft darauf angesprochen. Ich bleibe symptomfrei und auch in der Praxis meines Hausarztes wird mir bestätigt, mich richtig zu verhalten. Auch das regelmäßige Feedback des Reiseveranstalters bleibt positiv und lässt uns alle aufatmen: Keiner der Reiseteilnehmer wird am Ende positiv getestet.

Ich habe in den 14 Tagen festgestellt, dass es durchaus möglich ist, Beruf und Privates abgekapselt von zuhause zu erledigen. Soziale Kontakte mit Familie, Freunden und Bekannten lassen sich auch eine Zeit lang per Telefon halten – und das viel besser als per geschriebener Textnachricht.

Ich durfte die Erfahrung machen, auch mit etwas weniger zufrieden zu sein, nicht überall hinrennen zu müssen und mich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen. Besonders wichtig aber war mir ein gutes und rücksichtsvolles Miteinander und gegenseitige Unterstützung in dieser Krisenzeit. Mit diesem Eintrag endet mein Quarantäne-Tagebuch. Bleiben Sie alle gesund!

Die Reise liegt bereits weit mehr als 14 Tage zurück, das Quarantäne-Tagebuch wird hier zeitversetzt geschildert.

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