Hockenheim

Solardrom Alltagstechnologien für Erneuerbare Energien bei Hausmesse vorgestellt

Modul in Minuten montiert

Archivartikel

Hockenheim.Zum Energiewendetag hat der Verein Solardrom eine Hausmesse zum Thema erneuerbare Energien durchgeführt. „Aus der Lokalen Agenda kommend, haben wir 2012 den Verein gegründet mit der Zielsetzung, den Energiebedarf Hockenheims zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken“, blickte Vorsitzender Michael Schöllkopf zurück. Damals sei er oftmals belächelt worden, doch das habe sich geändert: „Heute wissen wir nicht nur, dass dies technisch möglich ist, sondern angesichts des unübersehbaren Klimawandels ist es offensichtlich geworden, dass dies überlebensnotwendig ist.“

Aufgrund der großen Nachfrage musste die Veranstaltung zweigeteilt werden, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. Unter den Gästen begrüßte Michael Schöllkopf auch den CDU-Landtagskandidaten Andreas Sturm sowie Stadtrat Markus Fuchs, die beide bereits eine Solaranlage betreiben.

Einfachheit steht im Vordergrund

Die Sonne produziere mehr als 23 000 Mal so viel Energie, wie die Weltbevölkerung benötige, rechnete Schöllkopf vor. Es bedürfe der passenden Alltagstechnologie, diese Energie zu nutzen. So präsentierte er ein flexibles Balkonmodul, das innerhalb von zwei Minuten per Klettverschluss an jeden Balkon aufgehängt werden kann und damit den eigenen Haushalt mit Strom versorgt.

„Sie brauchen keine Montage, keinen Elektriker und auch keine Genehmigung. Und wenn Sie umziehen sollten, dann bauen Sie es einfach ab und nehmen es wieder mit. Das Modul wiegt ganze zwei Kilogramm“, erklärte Schöllkopf, der bei seinem Vortrag von seiner Ehefrau Edeltraut Schöllkopf und Karlheinz Mack unterstützt wurde.

Leicht und selbst montierbar – zwei Schlagworte, die noch mehrmals fallen sollten. Denn egal, ob der kleine Stromspeicher, das Balkon-Solarmodul oder auch die Solarfliese für die Garageneinfahrt: Einfachheit steht im Vordergrund. Nur so könne die Energiewende auch funktionieren. Ganz neu auf dem Markt sei ein Solarmodul, das auf beiden Seiten Strom produziere und beispielsweise als Trennwand genutzt werden könne, die zudem Strom produziere.

In der Regel werden solche innovativen Produkte von Start-ups, also neu gegründeten Unternehmen, produziert, die schnell und flexibel auf die Marktnachfrage reagierten. Das zeige einmal mehr, dass im Klimawandel eine Chance auch für deutsche Unternehmen liege. „Lassen Sie uns den Klimawandel gemeinsam gestalten. Dann haben wir eine Chance“, lautete der Appell Schöllkopfs abschließend. zg

Info: Mehr Infos: www.solardrom.info oder bei Michael Schöllkopf unter kontakt@solardrom.info, Telefon 06205/3 02 40 12

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