Hockenheim

BIT Alfred Rupp zeichnet Entwicklung der Kommune in den vergangenen 100 Jahren nach / Aktuelle Themen diskutiert / Bezahlbarer Wohnraum notwendig

„Neuausrichtung des Rings betrifft auch die Stadt und ihre Bürger“

Beim Mai-Stammtisch der BIT-Bürgerinteressen Hockenheim ging es vorrangig nicht um politische Themen, sondern um die Hockenheimer Historie. Unter Beteiligung von Alfred Rupp, der als versierter Kenner der Stadtgeschichte am Stammtisch zu vielen Aspekten vortrug oder auch befragt wurde, zeichnete man die Entwicklung der Stadt insbesondere in den zurückliegenden 100 Jahren nach.

Bücher, bebildert mit historischen Fotografien, regten die Teilnehmer zum Plaudern über die eigenen Erlebnisse an. An ehemalige Bürgermeister und Oberbürgermeister, deren Eigenheiten, aber auch deren Qualität und Souveränität wurden ebenso erinnert, wie einige Anekdoten über Hockenheimer Originale, bedeutsame Ereignisse und das damalige gesellige Leben.

Erinnerungen werden wach

Mehrmals nahm man Anlauf bei deutlich fortgeschrittener Stunde zum Heimweg, aber die zahlreichen Erinnerungen nahmen kaum ein Ende und letztendlich blieb es auch dann gegen Ende nicht aus, die politischen Ereignisse und vor allem, je mehr man an die aktuelle Zeitspanne kam, die beherrschenden Themen der vergangenen Monate und Wochen zur Sprache zu bringen.

Nicht umsonst handelt es sich ja bei der BIT eigenen Angaben zufolge um eine Vereinigung von Bürgern, die mit sachbezogenem Blick die Interessen zahlreicher Hockenheimer aufnehmen kann und notfalls diese auch politisch kraftvoll vertritt.

Wie bei zurückliegenden Stammtischen war auch ein Blick auf aktuelle kommunalpolitische Angelegenheiten unvermeidbar. Der Zustand und Eindruck der Oberen Hauptstraße aus Richtung Reilingen kommend und die Reparaturen an den Straßen wurden angesprochen. Erinnert wurde an den umfangreichen Bau von Sozialwohnungen in den Jahrzehnten nach dem Krieg und betont, dass auch in der heutigen Zeit wieder bezahlbarer Wohnraum ein wichtiges Thema ist.

Wenn Hockenheimer diskutieren, kommt man gerade in den vergangenen Wochen um das Thema Ring und die neuen Verträge, unter Ausschluss der Öffentlichkeit gestaltet und im Gemeinderat gerade beschlossen, nicht herum, betont die BIT.

Vertragsregelungen akzeptiert

Zu akzeptieren ist, dass vertragliche Regelungen im Einzelnen nicht öffentlich werden können. Es findet aber eine Neuausrichtung statt, die die Stadt Hockenheim und ihre Bewohner betrifft.

Deshalb hätte man gerne vor Vertragsunterzeichnung gewusst, wie sich die Politikspitze diese Neuausrichtung vorstellt und welche Risiken oder Chancen sie sieht. Wenn zurückliegend Steuergelder von mehreren Jahreseinnahmen zum Hockenheimring flossen und etwa 30 Millionen Schulden noch vorhanden sind, wäre doch wohl eine bessere Transparenz über die politischen Gestaltungen und ein Einbezug der Bürger über die Zukunft des Rings sicherlich angebracht gewesen, meint die BIT.

Man wird weiterhin die politischen Entwicklungen der nächsten Monate verfolgen, mit den Parteien das Gespräch suchen und vielleicht ein besonderes Augenmerk auf die in 2019 anstehende Oberbürgermeisterwahl richten. zg

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