Hockenheim

Neuer Versuch zur Fastenzeit

Archivartikel

Wenn es ein kalendarisches Pendant zu dem bekannten Kamel gibt, das bekanntlich am liebsten das über eine Sache gewachsene Gras frisst, dann ist es wohl die Fastenzeit. Zumindest für Zeitgenossen, bei denen der innere Schweinehund, den es ja so schwer zu bezwingen gilt, der Herr im Haus ist, bei denen nur der Geist willig ist.

Da haben sie die ersten Wochen des Jahres hinter sich gebracht, die heilig beschworenen Vorsätze vom Jahresbeginn sind langsam in Vergessenheit geraten, und schwupps, holt sie die Vergangenheit ein. „Du wolltest doch“, beginnt so mancher mit erhobenem Zeigefinger gesprochene Appell ans Gewissen, nur um mit der Anmerkung zu enden, dass doch die Fastenzeit eine gute Gelegenheit sei, den Treueschwur der Silvesternacht zu erneuern. Quasi einen neuen Anlauf hin auf dem Weg zum guten, oder besseren, in der Regel auf jeden Fall gesünderen Menschen, zu starten. Bier und Zigarette zur Seite zu legen und sich auf dem Speicher auf die Suche nach Laufschuhen und Jogginganzug zu machen.

Wer ob dieses Sachverhaltes verzweifelt, dem sei Trost gespendet – Fastenvorsätze, die Silvestervorsätzen gleichen, haben das gleiche Verfallsdatum.

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