Hockenheim

Ehrentag Manfred Wöhr, der frühere Rektor der Pestalozzi-Schule, feiert heute seinen 80. Geburtstag / In vielen Vereinen aktiv

Nicht nur als Pädagoge verdient gemacht

Hockenheim.An seinem heutigen Ehrentag darf sich Manfred Wöhr zu Recht feiern lassen, der Jubilar kann nicht nur auf ein erfülltes Berufsleben zurückblicken, sondern auch auf ein umfangreiches ehrenamtliches Wirken. Wahrscheinlich hat ihn sein Aufgehen in Beruf und Hobbys jung gehalten, denn seine 80 Jahre, die er heute feiert, sieht man ihm nicht an, noch immer ist er voller Elan und Ideen.

Schon früh war für Manfred Wöhr klar, wohin ihn sein beruflicher Lebensweg führen sollte – in den Lehrerberuf. Er war musisch und sportlich begabt, lernte früh Violine. Seine Leidenschaft galt auch dem Fußball. Damit waren zwei Weichen gestellt. Durch seine Mitarbeit in der Pfarrjugendarbeit, schon mit 16 Jahren leitete der eine Kindergruppe, war ihm der Umgang mit Heranwachsenden vertraut, was ihn in seinem Beschluss bestärkte, den Lehrberuf zu ergreifen.

Nach ersten pädagogischen Schritten im Kreis Sigmaringen, er unterrichtete dort eine dritte und vierte Klasse, kam er 1964 auf eigenen Wunsch an die Pestalozzi-Schule in der Rennstadt. Damals gingen die Uhren noch anders, seine ersten beiden Klassen hatten jeweils 38 Kinder.

Doch seine Laufbahn war nun vorgezeichnet. Er absolvierte eine mehrmonatige Sportfortbildung und wurde 1971 zum Fachberater Sport beim Staatlichen Schulamt und zum Oberlehrer ernannt. Anfang der 70er Jahre unterrichtete er an der Hartmann-Baumann-Schule, bevor er 1974 zum Rektor der Pestalozzi-Grundschule mit damals 540 Schülern ernannt wurde.

Grundschule in der Stadt etabliert

Eine Schule, der er seinen Stempel aufdrücken sollte, die er in den kommenden Jahren zu einer modernen und geschätzten Grundschule entwickelte und auch zu einem Faktor im gesellschaftlichen Leben der Stadt machte. Zahlreiche Kooperationen mit den Kindergärten, den anderen Schulen der Stadt sowie örtlichen Vereinen, stärkten den Rückhalt der Schule im öffentlichen Leben.

1987 wurde Manfred Wöhr zum Geschäftsführenden Leiter der Hockenheimer Schulen ernannt und es nimmt nicht wunder, dass der Fußballfan zum Gründervater des Grundschulfußballturniers in der Verwaltungsgemeinschaft und der musikalischen Begegnung der Schulen auf der Seebühne wurde.

Doch nicht nur die Liebe zum Sport, auch die zur Musik schlug sich in der Stadt nieder. Wöhr, der seit 1964 im Stamitz- Sinfonie Orchester aktiv war, und manche Seniorennachmittage mit seiner Geige musikalisch umrahmte, gründete gleich nach seiner Pensionierung 2003 das „Hockenheimer Kammerorchester“. Dieses eigenständige Orchester, das nach wenigen Monaten fast 20 Mitwirkende umfasste, war zu keiner Zeit ein Kurs der Volkshochschule, sondern selbstständig, wie der Leiter der VHS Klein bestätigte. Nach drei erfolgreichen Jahren wurde das Orchester ohne den Gründer und Leiter in einen eingetragenen Verein umgewandelt.

Sei es bei seiner Arbeit in verschiedenen Vereinen wie der Verkehrswacht, Fördervereinen oder dem Haus & Grund Verein Schwetzingen Hockenheim, in dem er mit Kreativität und großem Engagement als zweiter Vorsitzender wirkte – Manfred Wöhr darf zu Recht von sich behaupten, Spuren in der Stadt hinterlassen zu haben.

Den zahlreichen Glückwünschen zu seinem Ehrentag schließt sich die Heimatzeitung an und wünscht ihm noch viel Gesundheit und Elan für seine zahlreichen Hobbys. aw

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