Hockenheim

Festzelt Oberbürgermeister Marcus Zeitler sticht Fass mit Jubiläumsbier an / Fanfarenzug der Rennstadt spielt zur Unterhaltung der Gäste auf

Nicht nur der Regen sorgt für einen feuchten Tag

Wenn die Hockenheimer feiern, lacht der Himmel. Auch wenn er Tränen lacht, wie am gestrigen Kerwesonntag, aber das ist längst kein Grund, nicht zu feiern. „Bei schönem Wetter kann jeder, wir können bei jedem Wetter fröhlich feiern“, meinte Oberbürgermeister Marcus Zeitler beim gestrigen Fassbieranstich im Festzelt an der Zehntscheune im Herzen der Stadt. Überlegt und kräftig, aber durchaus noch gefühlvoll hatte OB Zeitler den großen Holzhammer geschwungen und zugeschlagen und schon lief das Bier aus dem Fass.

Assistiert von OB-Stellvertreter Fritz Rösch und Rainer Sass vom gastgebenden Hockenheimer Marketingverein (HMV) erwies sich Marcus Zeitler zusammen mit seinen beiden „Fass-Mitarbeitern“ als cleverer Mundschenk und schneller Kellner, denn das frisch gezapfte Bier muss doch, da war man sich einig, „unter die Leute kommen“.

Dirigent verabschiedet sich

Für das musikalische „Prosit“ sorgte der Fanfarenzug der Rennstadt, zunächst mit urigen Melodien und bekannten Hits zum Mitsingen, die dann nahtlos in moderne Unterhaltungsmusik übergingen. Eine kleine „Träne im Knopfloch“ sowohl bei den aktiven Musikern als auch bei den Zuhörern gab es, nachdem Rainer Sass bei seiner Begrüßung nicht nur herzliche Dankesworte an den Dirigenten Peter Ehringer richtete, sondern auch mitteilte, dass dies wohl der letzte öffentliche Auftritt mit Peter Ehringer als musikalischem Leiter sein wird, der nach knapp zwei Jahrzehnten den Dirigentenstab weitergeben wird.

War das Wetter am Frühschoppenmorgen auch eher, nennen wir es mäßig, die gute Laune der Besucherinnen und Besucher war eher umgekehrt proportional, also sehr gut. Das Frühschoppenkonzert kam bestens an, das Bier floss, man traf sich und unterhielt sich und beim Marketingverein hatte man auch an jene gedacht, die einer süßen kulinarischen Versuchung in den späten Vormittagsstunden eher den Vorzug geben. Eine in allen Ausmaßen überdimensionale Kerwe- und Oktoberfesttorte mit dem Hockenheimer Stadtwappen und dem 1250-Jahre-Slogan stand bereit und die ersten Tortenliebhaber hatten strahlende Augen. Der Genuss der Torte war übrigens wesentlich besser und leichter als die Bearbeitung der in diesem Falle erfreulicherweise groß geratenen Torte. Aber dort, wo ein scharfes Messer ist, ist auch ein Weg . . .

Mit deftigen Speisen verwöhnt

Hoggemer Kerwe, Oktoberfest und 1250-Jahrfeier: eine fröhliche Trilogie und mehr als nur ein Anlass, gemütlich zusammenzusitzen. Schließlich wurde man, ergänzend zu Festtorte und Jubiläumsbier, auch mit zünftigen Spezialitäten verwöhnt. Dazu gehörten – Oktoberfestpflicht – Haxen und Weißwürste, Bratwürste und Leberkäse. Und dazu der spezielle Beitrag der Stadt: „Hoggemer Sauerkraut“. All dies wurde fleißig vorbereitet und appetitlich kredenzt vom Carnevalclub „Blau-Weiss“. Auch den fleißigen Akteuren des Vereins dankte Oberbürgermeister Zeitler: „Ohne all die stets einsatzbereiten Helferinnen und Helfer vor und hinter den Kulissen wäre ein solches Fest überhaupt nicht möglich“, betonte er unter dem Beifall der Festgäste.

Zwischenzeitlich konnten sich auch die Musikerinnen und Musiker des Fanfarenzuges kulinarisch verwöhnen lassen, sie wurden abgelöst vom Musikverein Unteröwisheim und später dann vom Musikverein aus Wiesenbach. Für Unterhaltung und Verpflegung war also gesorgt, der Frühschoppen konnte nahtlos in den verkaufsoffenen Kerwesonntag übergehen. ba

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