Hockenheim

Schritt in ein neues Leben (Teil 3) DRK-Kreisverband verhilft jungem Mann zu einer neuen Wohnung und einer besseren Zukunft

Pascal macht mit seinem Beispiel Mut

Archivartikel

Pascal ist 22 Jahre alt. Vor einigen Monaten erkrankte er an Diabetes, ahnte jedoch nichts, ignorierte die Symptome bis es nicht länger ging. Im Krankenhaus sagte man ihm, dass er bei seinen Blutzuckerwerten eigentlich nicht mehr leben dürfte. Zudem kam, dass er keine Wohnung hatte. Er schlief eine Zeit lang bei Freunden und bei den Eltern, bis er auch dort nicht mehr bleiben konnte.

Monatelang diente ein alter Bauwagen im Industriegebiet als eine notdürftige Behausung, auch im Winter. Pascal ging es nicht gut und er bekam Depressionen, später dann Diabetes. Pascal kommt mittlerweile mit der Krankheit zurecht. Der junge Vater freut sich, „noch da zu sein“.

Unterstützung bei Amtsgängen

Heute, vier Monate später, sieht alles ganz anders aus. Über das Wohnungsamt in Hockenheim konnte Pascal zunächst in die städtische Notunterkunft ziehen – besser als der Bauwagen. Langsam erholte er sich, ging zum Jobcenter und nahm regelmäßig Kontakt zu Wohnungslosenbetreuer Simon Massoth vom Quartier Hockenheim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverband Mannheim auf, der von der Stadt Hockenheim für solche und ähnliche Wohnungs-Notfälle unterstützend zur Seite steht. Dieser ordnete mit Pascal zusammen alle Dinge, die anstanden, und gab dem jungen Mann Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Der gelernte Garten- und Landschaftsbauer arbeitet jetzt, hat eine 75 Prozent-Stelle an einer Tankstelle ergattert. Eigenständig fand er rasch eine Wohnung: zwei Zimmer, Küche, Bad, frisch renoviert und zu einem vergleichsweise günstigen Preis. „Junge Leute haben solch ein Potential!“, sagt Massoth. „Sie sind nicht immer auf direkten Wegen zum Ziel unterwegs, aber wenn, dann richtig.“, schmunzelt er.

Pascals Geschichte soll auch anderen jungen Leuten Mut machen, die in ähnlichen Situationen sind. „Du kannst viel erreichen, wenn du nicht aufgibst, aber manchmal muss man sich auch helfen lassen“, rät der junge Mann. Längst sind nicht alle Baustellen in seinem Leben fertig, aber die wichtigsten Bausteine sind wieder da: ein eigenes Zuhause, eine Arbeit und neuer Lebensmut.

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