Hockenheim

Kinderschutzbund Ein Dutzend Tätigkeitsberichte zeigt die Breite des Engagements / Dank an Ehrenamtliche für langjährige Hilfe / Solide Finanzlage

Permanent an vielen Fronten im Einsatz für das Wohl von Kindern

Hockenheim.„Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer könnten wir nicht so viele unterschiedliche Aufgaben stemmen. Und die Arbeit wird nicht weniger – noch immer gibt es viele Familien, die Unterstützungsbedarf haben“, stellte die zweite Vorsitzende des Kinderschutzbunds Hockenheim, Barbara Itschner, fest. Wie groß das Engagement des Vereins als Ansprechpartner in vielen Fragen für Familien, Kinder und Jugendliche ist, zeigte das Dutzend Tätigkeitsberichte bei der Jahreshauptversammlung.

An erster Stelle stand der Bericht von Elli Pioro, die den vom DKSB-Ortsverband betriebenen Schülerhort „Kosmos“ leitet. Im vergangenen Jahr wurden von zwei Vollzeitkräften und einer Teilzeitkraft 27 Kinder (12 Mädchen und 15 Jungen) von der ersten bis einschließlich der fünften Klasse betreut.

Kurzberatungen gut angenommen

Heiko Böhler von der Psychologischen Beratungsstelle gab bekannt, dass sein Team (neu dabei ist seit Dezember Maren Knebel) 461 Fälle im Jahr 2017 bearbeitete. Auf Hockenheim entfielen davon 168, auf Eppelheim 153 und auf Walldorf 140 Fälle. „Sehr gut werden die Kurzberatungen angenommen“, sagte er und lobte die gute Kooperation mit der Schulsozialarbeit in Hockenheim. Constance Rothe berichtete über die Sprachförderangebote an vier Kindergärten (Fröbel, Heun, Südstadt und Sonnenblume), wo in Kleingruppen fünf bis sieben Kinder von ausgebildeten Sprachhelferinnen spielerisch gefördert werden.

Andrea Schleich und Peter Sulzbacher gaben einen Einblick in die Arbeit der Hausaufgabenbetreuung. An vier Nachmittagen in der Woche sind acht ehrenamtliche Fachkräfte an der Pestalozzischule tätig. „Es ist keine Nachhilfe, allerdings geht es oft in diese Richtung“, sagten die beiden über das Angebot, das zum Großteil von Kindern mit Migrationshintergrund wahrgenommen werde. Die Rückmeldung der Lehrer sei sehr positiv. Gleiches gilt für das neue Projekt „Lesekompetenz an Grundschulen“. Dabei werden Kinder im sicheren Lesen sowie Verstehen von Texten, auch mittels kleinerer Übungen, gestärkt. „Teilweise entwickeln sich sehr enge Beziehungen“, erzählt die engagierte Anja Fütterer.

Paten begleiten drei Familien

Christel Schmelz, Koordinatorin der Familienpaten, berichtete, dass derzeit drei Familien von zwei Paten begleitet werden. Anfragen kommen über die Website, aber auch Familienhebammen vermitteln junge Familien. Heide Graze informierte über ihre Arbeit an einer Grundschule, wo sie einmal in der Woche einen Vormittag zu Beratungen und auch für Mediationen zur Verfügung steht. In Abwesenheit der Leiterin des Kurses „Starke Eltern – Starke Kinder“, Kerstin Diebold, gab in deren Auftrag Barbara Itschner bekannt, dass derzeit zwei Kurse abgehalten werden beziehungsweise in Vorbereitung sind.

Schatzmeister Helmut Itschner erläuterte die Finanzen: Die Einnahmen des DKSB-Ortsverbands setzen sich aus Mitgliederbeiträgen, Spenden, Zuweisungen vom Amtsgericht, aber auch aus dem Erlös eigener Aktionen wie dem Stand am Hockenheimer Mai oder dem Waffelbacken zusammen. Der Verein sei finanziell gut aufgestellt, lautete das Fazit des Schatzmeisters.

Die Kassenprüfer Henrik Laier und Pina Reichert bescheinigten ihm eine einwandfreie Kassenführung. Dem Antrag, den Vorstand zu entlasten und die Überschüsse komplett den Rücklagen zuzuführen, wurde bei einer Enthaltung zugestimmt.

Projekte laufen dauerhaft

Vorsitzender Thomas Birkenmaier und zweite Vorsitzende Barbara Itschner dankten allen Mitgliedern, besonders den aktiven Helfern. Itschner ehrte einige von ihnen besonders, weil sie sich teilweise schon seit vielen Jahren in Projekten engagieren. Etwa Elke und Ralf Raflewski, die bereits zu Zeiten des Internationalen Familienfestes tatkräftig am Grill oder beim Aufbau mitanpackten und dies auch heute noch beim Hockenheimer Mai beim Kartoffelchips-Backen tun.

Aus dieser Zeit stammen auch die Beiträge der fleißigen Helfer Sabine Oberling, Ramona und Thomas Dörzbach, Ute und Gerhard Knopf, Peter und Ulrike Sulzbacher, Constance Rothe und Kerstin Diebold. Sie haben sich übergangslos in anderen Projekten wie Hausaufgabenbetreuung, Sprachhilfe in Kindergärten, Lesekompetenz an Grundschulen oder beim Ferienprogramm, Waffelbacken und Straßenfest engagiert.

Dr. Dickschat von Anfang an dabei

Einige familienorientierte Projekte kamen im Lauf der Zeit hinzu, die weitgehend von Christel Schmelz, Tina Orth und Heide Graze betreut werden. Pina und Dieter Reichert, Clarissa Müller mit Tochter Shanty, Rosemarie Köhler, Petra Hoffmann, Ute Rausch, Claudia Barth-Lorenz sowie Helmut Itschner engagieren sich zudem ehrenamtlich bei verschiedenen Veranstaltungen oder Projekten des Kinderschutzbund-Ortsverbands.

Helmut Itschner ist dabei nicht nur „der Mann fürs Grobe“, wie es seine Frau Barbara liebevoll ausdrückte, sondern kümmert sich auch aufopferungsvoll und sehr akkurat um die Buchhaltung im Verein und um den Schülerhort sowie die Erziehungsberatungsstelle.

Zudem wurde das „dienstälteste“ Mitglied Dr. Günter Dickschat geehrt, der dem Verein seit Beginn an treu verbunden ist. rad

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