Hockenheim

Pläne aus dem Gruselkabinett

Archivartikel

Andreas Wühler lehnt die geplante Erweiterung der Tank- und Rastanlage ab

Umzingelt von zwei Autobahnen und einem Schienenstrang mag Hockenheim vieles sein – eine Oase der Ruhe ist es auf keinen Fall. Gegen den Bahnlärm hat sich bereits eine Bürgerinitiative gegründet, ein geforderter Lärmschutz längs der Autobahn wird der Stadt seit Jahren verweigert – erst bei einem Neubau sei dieser erforderlich, heißt es dazu aus dem Bundesverkehrsministerium. Diese Ansicht, die man durchaus als zynisch bezeichnen kann, wird von den Plänen für die Erweiterung der Tank- und Rastanlage mehr als nur getoppt.

Gewiss, die Sorgen und Nöte der Lkw-Fahrer, denen Ruhepausen gesetzlich vorgeschrieben sind und die dafür Platz brauchen, sind nachzuvollziehen. Doch darf dieser Raum nicht auf Kosten der ohnehin gebeutelten Bewohner längs der Autobahn geschaffen werden. Eine Raststätte, die den Sportplätzen auf die Pelle rückt, in Sichtweite eines Kinderspielplatzes rangierende Lkw, dies sind Vorstellungen aus dem Horrorkabinett.

Zumal den Berliner Plänen ein Großteil des Waldes zum Opfer fallen soll, der momentan nicht nur als Lärmpuffer dient, der auch Schadstoffe, die die Autobahn mit sich bringt, aus der Luft filtert. Nein, diese bedrohlichen Pläne dürfen auf keinen Fall Realität werden. Zumal es alternative Standorte gibt.

Oder noch besser: Bringt den Lkw-Verkehr endlich dahin, wohin er gehört – auf die Schiene.

 
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