Hockenheim

Städtepartnerschaft Sportschützen zeigen sich beim 44. Treffen in Commercy als gute Gäste

Pokal in Lothringen gelassen

Archivartikel

Traditionen verbinden, vor allem, wenn sie regelmäßig gepflegt werden. Wenn dies in ununterbrochener Reihenfolge passiert, wie zwischen dem Schützenverein Hockenheim und seinem Pendant in Frankreich, dann wird nicht nur die Tradition, sondern auch die Freundschaft gepflegt.

Vom Marktplatz Hockenheim, ging es auf die Fahrt nach Commercy. Fester Bestandteil der Tour in die französische Partnerstadt ist das Sektfrühstück an der Raststätte „Goldene Bremm“. Auch solche Traditionen, die ins Gedächtnis rufen, dass ein freies Europa in der Verantwortung aller liegt, gehören zum Partnertreffen dazu.

Tücken der Kaffee-Vielfalt erlebt

Aufgrund unerwartet guter Verkehrslage trafen die Sportschützenfrüher in Commercy ein als geplant. Die Hockenheimer nutzten die Zeit, um noch durch die Altstadt zu schlendern oder in einem der Straßencafés einen Kaffee oder auch einen Pastis zu genießen.

Wobei manchem Teilnehmer schon beim Bestellen seines Kaffees vor Augen geführt wurde, dass in Frankreich manches anders ist. So erlebt eine Überraschung, wer in gebrochenem Französisch voller Stolz einen „Café au lait“ bestellt und dann mangels Zuordnung durch den Garçon eine Kaffeespezialität serviert bekommt, die eher an einen Espresso erinnert.

Ja, Frankreich hat seine eigenen Traditionen, und bei bis zu zehn verschiedenen Arten den gewünschten Kaffee serviert zu bekommen, bedarf schon einiger Commercy-Erfahrung.

Nach dem Begrüßungsumtrunk im Vereinshaus der Schützenfreunde startete der Vergleichswettbewerb im Kleinkaliberschießen mit dem Sportgewehr. Hierbei werden Mannschaften aus je zwei Schützen gebildet, die per Losverfahren aus je einem französischen und einem deutschen Partner gebildet werden. Damit gibt es immer eine gemischte Platzierung, so dass alle die gemeinsamen Sieger feiern können.

Beim traditionellen Schießen um den Wanderpokal, der für ein Jahr in Hockenheim gestanden hatte, treten die Schützen beider Vereine gegeneinander an. Mit deutlichem Punktvorsprung kann Commercy diesem für die nächsten zwölf Monate eine Heimat bieten.

Beim Schießen mit verschiedenen Waffen, unter anderem einem Behördengewehr, das mit einer bis Faktor 42 vergrößernden Optik ausgestattet war, wurden am nächsten Tag verschiedene Disziplinen geschossen. Zur Stärkung gab es kalte Platten mit ausgewählten Spezialitäten aus der französischen Region.

Weizenbier gegen Champagner

Danach wurden die Gastgeschenke ausgetauscht. Der Leidenschaft der Sportkameraden in Commercy für Weizenbier wurde Rechnung getragen mit mehreren Fässern deutschen Gebräus, ergänzt durch Edelbrände aus der Kurpfalz und Baden.

Die Commercianer überreichten Mirabellenspezialitäten in Form von Sekt und Edelbrand, und der Champagner durfte nicht fehlen. Nach einem Abendessen ging es auf die Rückfahrt. Fazit: ein gelungenes Treffen. Die Hockenheimer Schützen freuen sich auf das 45. Treffen im nächsten Jahr, zu dem die Freunde aus Commercy kommen.

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