Hockenheim

CDU-Stadtverband „Bürgersprechstunde vor Ort“ in der Dresdner Straße / Fragen der Bürger befassen sich zu einem Großteil mit zu schnell fahrenden Fahrzeugen

„Pokémon Go“ ist für die Anwohner zum Flüchten

Archivartikel

Nach einer regnerischen Nacht hatten die Christdemokraten wahrlich Glück mit dem Wetter: Bei ihrer „Bürgersprechstunde vor Ort“ in der Dresdner Straße in Höhe des Parkkindergartens brachten bei trockenem Wetter am Samstagmorgen zahlreiche Anwohner ihre Anliegen vor, unter anderem auch an den CDU-Landtagskandidaten Andreas Sturm, der ebenfalls bei dem Termin vor Ort war.

Die Vielfalt an Themen, die voranging aus dem umliegenden Wohngebiet kamen, aber teils ganz Hockenheim betreffen, war groß. Längere Gespräche führten die Christdemokraten mit Anwohnern über „Pokémon Go“.

„Dabei handelt es sich um ein Smartphone-Spiel, das die reale Umgebung unter anderem über die Handykamera und über GPS ins Spiel einbindet und die Spieler somit unmittelbar in ihrer Umgebung Pokémon fangen können“, erläutert Ulla Mack das Spielprinzip, das immer wieder viele Menschen an einen Ort zieht.

Obwohl das Spiel bereits 2016 veröffentlicht wurde und das mediale Echo seitdem deutlich geringer geworden ist, erfreut sich das Spiel weiterhin sehr großer Beliebtheit bei zahlreichen Menschen.

Anwohner schilderten, dass bei besonderen, regelmäßig stattfindenden Spiele-Events zahlreiche Autos mit Mannheimer, Karlsruher und sogar Frankfurter Kennzeichen bis spät in die Nacht an den Parkplätzen entlang des Parks mit laufenden Motoren stünden – zum Leid der Anwohner. „Das Thema wurde bereits an die Stadt weitergeleitet und wird von ihr verfolgt. Wir werden als Christdemokraten dranbleiben“, konstatiert Karlheinz Mack.

„Dass Bürger erneut die Karlsruher Straße ansprechen, verdeutlicht, wie wichtig dieses Thema den Hockenheimern ist“, betont der stellvertretende CDU-Vorsitzende Oskar Stephan.

Den Eindruck, dass die Karlsruher Straße vielfach als Durchfahrtsstraße benutzt werde, bestärkte ein Bürger. Er regte deswegen an, sich Gedanken über eine gänzlich andere Straßenführung in der Straße zu machen, um den Durchgangsverkehr zu verringern. Neben den Autofahrern dürften die Radfahrer nicht aus dem Blick geraten: Ihre Situation in der Karlsruher Straße müsse verbessert werden, insbesondere dann, wenn sie den Autos entgegenfahren, wandte sich ein Hockenheimer an die Christdemokraten. „All diese Ideen wollen wir einbringen, wenn unser bereits eingereichter Antrag zur Gestaltung der Karlsruher Straße im Gemeinderat besprochen wird“, stellt Stadträtin Aline Kramer fest.

Deutlich zu schnell fahrende Autos seien einer Anwohnerin zufolge nicht nur in der Karlsruher Straße, sondern auch in Schwetzinger Straße ein Problem, wenn Autos mit 70 Stundenkilometern durch die etwa einen Kilometer lange Straße fahren würden, ergänzte die Hockenheimerin und wünschte sich, dass nach der Unteren und Oberen Hauptstraße auch in der Schwetzinger Straße Tempo 30 eingeführt werde.

Baden im Anglersee angeprangert

Darüber hinaus sprach ein Bürger den Anglersee an: Obwohl es aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt sei im See zu schwimmen, weil dieser nach einer flachen Uferzone plötzlich Tiefen von bis zu acht Metern erreicht, würden seit einiger Zeit immer mehr Menschen dort schwimmen. 2013 ertrank wegen dieses Leichtsinns ein 28-Jähriger beinahe.

„Wir freuen uns, dass Sie das Gespräch vor Ort mit uns suchen“, gab eine Bürgerin den Christdemokraten mit auf den Weg. „Solche Rückmeldungen zeigen uns, dass unser Ansatz, direkt vor Ort mit den Menschen über ihre Anliegen zu sprechen, der richtige ist“, fasst der CDU-Vorsitzende und Stadtrat Patrick Stypa die Gespräche zusammen. zg

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