Hockenheim

Initiative Mobilitätspfad soll City mit Hockenheimring verbinden / Umsetzung mit lokalen Firmen

Rennsitzgruppen setzen Zeichen

Archivartikel

Fast 90 Jahre ist der Hockenheimring Teil der nunmehr 1250-jährigen Geschichte Hockenheims. Während der ursprüngliche Verlauf der Rennstrecke bis zum heutigen Feuerwehrgerätehaus und somit sehr nah an die Stadtmitte heranreichte, führten Umbaumaßnahmen dazu, dass sich der Ring und das Stadtzentrum nicht nur geografisch voneinander entfernten. In der Stadtmitte erinnert heute beispielsweise nichts daran, welch weltbekannte Legenden des Rennsports zu Gast in Hockenheim waren.

Diesen Umstand hat die Initiative Mobilitätsstadt Hockenheim (MSH), eine engagierte gemeinnützige Gruppe aus Hockenheimern, erkannt und will ihn ändern, teilt sie in einer Pressemeldung mit. Die Initiativgruppe will Hockenheim als Stadt der generationsübergreifenden Mobilität für Bürger und Gäste erlebbar machen. Bereits Ende vergangenen Jahres stellte die MSH-Gruppe ihre ersten fünf konkreten Projekte dem Hauptausschuss der Stadt vor und hat seitdem in zahlreichen Treffen am ersten Projekt, dem Mobilitätspfad, gearbeitet. Auf dem Mobilitätspfad, der den Bahnhof mit dem Ring durch die Stadtmitte hindurch verbinden soll, werden Rennsitzgruppen, die zum Verweilen einladen, aufgestellt.

Identität erlebbar machen

Darüber hinaus soll er das, was Hockenheim in der gesamten Welt bekannt gemacht hat, in die Stadt tragen und Hockenheimer Identität erlebbar machen. Erreichen will die MSH-Gruppe das mit eigens dafür designten Rennsitzgruppen und Reifenstapeln. Drei Sitzschalen, die von zwei Reifenstapeln umschlossen werden, bilden dabei eine Rennsitzgruppe. Konzipiert und umgesetzt wird das Projekt in enger Zusammenarbeit mit Hockenheimer Firmen wie den Unternehmen John, Saxon und Ziegler. Auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung sowie die Unterstützung des Gemeinderats sind aus Sicht der MSH-Gruppe hervorzuheben.

Der Technische Ausschuss genehmigte in seiner Oktobersitzung die Umsetzung des vollständigen Projekts Mobilitätspfad Hockenheim: Rennsitzgruppen werden am Bahnhof, am Wasserturm, an der Fortunakreuzung, in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses und in Abstimmung mit der Hockenheimring GmbH am Ring bei der Südtribüne aufgestellt. Außerdem wird je ein Reifenstapel an der Straßengabelung Heidelberger-/Ernst-Wilhelm-Sachs-Straße sowie an der Kreuzung Heidelberger-/Waldstraße und Waldstraße/Continentalstraße den Wegesrand schmücken.

Neben der kreativen Zusammenarbeit mit Firmen sowie städtischer Verwaltung und Gremien freut sich die MSH-Gruppe auch darüber, mit anderen lokalen Gruppen wie dem Verein Solardrom in Austausch zu sein und Synergien zu nutzen.

„Es ist toll zu sehen, auf welche Begeisterung wir bei den ortsansässigen Unternehmen mit dem Projekt Mobilitätspfad stoßen und dass unser Projekt von der Stadtverwaltung und der Politik unterstützt wird. Wir können stolz sein auf das, was Hockenheim zu bieten hat und genau das wollen wir mit unserem Mobilitätspfad noch dieses Jahr realisieren“, resümiert die MSH-Gruppe abschließend. zg

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