Hockenheim

Flüchtlinge 342 der 3119 vom Kreis vorläufig untergebrachten Personen sind in Hockenheim

Rennstadt beherbergt 530 Asylbewerber

Region.3119 Flüchtlinge hat der Rhein-Neckar-Kreis zum 30. September vorläufig untergebracht. Die meisten davon in Sinsheim (449). Dann folgt schon Hockenheim mit 342 Personen. 318 Flüchtlinge haben in Gemeinschaftsunterkünften eine vorläufige Bleibe gefunden, 24 in Wohnungen. Inklusive der Anschlussunterbringung leben somit in der Rennstadt 530 Asylbewerber.

In Reilingen sind 138 Menschen einquartiert, in Ketsch mit 136 Personen fast genauso viele. Weitere Standorte des Kreises in unserem Verbreitungsgebiet sind Eppelheim (95) und Oftersheim mit 29 Personen.

Von den insgesamt 3119 Asylbewerbern leben 2744 in Gemeinschaftsunterkünften und 375 in Wohnungen. Notunterkünfte wie beispielsweise Turnhallen gibt es im Rhein-Neckar-Kreis gar keine mehr, teilt dessen Pressestelle mit.

Interessant ist ein Blick auf die Herkunftsländer: Die meisten Menschen in Obhut des Kreises stammen aus Afghanistan (755), 603 kommen aus Gambia und 568 haben den Weg vom Irak nach Deutschland gefunden. Die Syrer rangieren mit 441 Personen auf Rang vier, gefolgt von Pakistan (273), Nigeria (215), der Türkei und Eritrea (je 140), dem Iran (119) und Somalia (77).

Wurden im Januar dem Rhein-Neckar-Kreis vom Regierungspräsidium noch 1045 Flüchtlinge zugewiesen, so waren es im August nur noch zehn. Im September stieg die Anzahl auf 62 Personen und im Oktober erwartet der Kreis 56 Flüchtlinge. Dies heißt allerdings nicht, dass die Anzahl der Flüchtlinge insgesamt wieder stark angestiegen sei.

Der rapide Rückgang im ersten Halbjahr hat vielmehr damit zu tun, dass der Rhein-Neckar-Kreis sein Soll erfüllte, während dies vor allem württembergische Landkreise nicht taten und mehr Menschen aufnehmen mussten. Da diese Landkreise jetzt auch bei ihrem eigentlichen Erfüllungsgrad angekommen sind, läuft es im Rhein-Neckar-Kreis wieder nach der generellen Zuweisungsquote.

188 in Anschlussunterbringung

Spätestens nach zwei Jahren kommen die Flüchtlinge in die Anschlussunterbringung der Städte und Gemeinden. Hockenheim hat derzeit 188 Personen untergebracht, 95 in städtischen oder von der Stadt angemieteten Wohnungen und 93 in privaten Wohnungen in 26 verschiedenen Gebäuden. In der Anschlussunterbringung sind in Altlußheim, 70, in Neulußheim 46 und in Reilingen 50 Personen.

Bis Jahresende sollen in Hockenheim 302 Personen in der Anschlussunterbringung sein. Das heißt, es kommen noch 144 Flüchtlinge. Für etwa 60 stehen Plätze zur Verfügung. Für 54 Asylbewerber ist bisher noch kein Wohnraum vorhanden.

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