Hockenheim

Bauprojekt Firma Conceptaplan konzentriert sich auf Aushub für Tiefgarage / Unterwasserbodenplatte soll noch dieses Jahr entstehen

Riesengrube wächst am Messplatz

So lange das Messplatzgelände entlang der Ludwig-Grein-Straße unberührt dagelegen hatte, so rasant verlaufen seit Mitte Oktober die Veränderungen auf dem innerstädtischen Areal. Seit Mittwoch bewegt ein großer Kran die Spundwand-Teile, mit denen die Firma Conceptaplan eine wasserdichte Baugrube für die Errichtung der Tiefgarage konstruieren lässt.

Die Tiefgarage entsteht in drei Bauabschnitten, beginnend am östlichen Teil. 2500 Kubikmeter Aushub müssen dafür abtransportiert werden, da auf dem Gelände kein Platz für eine Lagerung ist, teilt Projektleiter Michael Vogel auf Anfrage unserer Zeitung mit. Die bisherige Planung sieht vor, dass die Unterwasserbodenplatte am Mittwoch, 19. Dezember, gegossen wird. Dass gerade jetzt die lange Trockenheitsphase endete, sorge für Unwägbarkeiten: „Wir wissen nicht genau, wie der Grundwasserstand ist, außerdem kennen wir die Aushubqualität noch nicht“, sagt Vogel.

Absperrungen zur Sicherheit

Mit dem Aushub hat die Baufirma gestern begonnen. Etwa 250 Lkw-Ladungen umfasst die Menge des Erdreiches, die für die knapp 70 Stellplätze der Tiefgarage entnommen wird. Weiterer Baustellenverkehr kommt später durch die Anlieferung des Betons hinzu, wenn die Bodenplatte und Wände entstehen. Um diese Bewegungen abzusichern, sei es notwendig gewesen, das Baugelände entlang der Ludwig-Grein-Straße abzusperren, erläutert Michael Vogel.

Sicherheitsgründe stehen auch hinter der Anfang vergangener Woche erfolgten Sperrung des Fußwegs zwischen Karlsruher- und Grein-Straße. „Wir überschwenken ja permanent den Weg und das Gelände, das wäre zu gefährlich.“

Abgeschlossen ist die Einbringung von 120 Betonbohrpfählen, die dort, wo es keine Tiefgarage geben wird, also an der Ecke zur Messplatzzufahrt von der Karlsruher Straße und in der Baulücke an der Karlsruher Straße, für Tragfähigkeit des Bodens sorgen. Sie wurden zwischen neun und zwölf Meter tief in die Erde eingebaut, indem zunächst das Loch gebohrt und mit Beton gefüllt und danach die Metallbewehrung eingerüttelt wurde.

Länge der Betonbohrpfähle stimmt

Dabei waren keine Fehlberechnungen im Spiel, wie vielleicht mancher Beobachter vermutet haben mag, als die Spitzen der Betonbohrpfähle wieder ausgegraben wurden, damit ihre Bewehrung in die Fundamentbalken eingebunden werden kann. Es sei gängige Technik, von einem Niveau aus zu bohren. Die Fundamente liegen laut Vogel etwa 1,20 Meter unter Straßenniveau. Derzeit konzentriere sich die Arbeit der aktuell 15 Beschäftigten auf die Herstellung der Baugrube, damit die Platte noch dieses Jahr gegossen werden kann.

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