Hockenheim

St. Elisabeth Basis für Ersatzneubau des Altenheims geschaffen / Wasser auf Betonplatte soll in den nächsten Tagen abgepumpt werden

Rohbau beginnt im Januar

Die 1,50 Meter dicke Betonschicht liegt – das Grundwasser steht auf ihr und bedeckt sie etwa 30 bis 40 Zentimeter. 550 Kubikmeter Beton wurden dafür in die Baugrube gefüllt. Auf der Betonplatte entsteht der erste Teil des Ersatzneubaus des Altenheims St. Elisabeth in der Karlsruher Straße.

Die Baustelle ruht, genauso wie das leicht milchige Wasser in der Baugrube. „Dass momentan auf der Baustelle nichts passiert, hat nur den Grund, dass der Beton Zeit braucht, um entsprechend stabil zu werden“, erklärt Architekt Johannes Klorer vom Architekturbüro Geis & Brantner auf Nachfrage dieser Zeitung.

Im Januar werde die Baugrube an den Rohbauer übergeben. „Am Mittwoch haben wir die Startgespräche für den Rohbau“, sagt Klorer. Bevor dieser beginnen kann, muss das Wasser aus der Grube gepumpt werden. Den genauen Zeitpunkt dafür überlässt der Architekt der ausführenden Spezialtiefbaufirma Keller, „dies wird entweder Ende dieser Woche oder Anfang nächster passieren.“

Kompliziert – weniger aufwendig

Wie der Architekt erklärt, ist diese Art der Gründung zwar kompliziert und ungewöhnlich, aber nicht so aufwendig wie eine Grundwasserabsenkung. „Als wir die Verbauwände außenrum eingebaut haben, haben wir im Prinzip einen Bereich Grundwasser abgesteckt, aber nach unten hin war diese Grube ja offen. Wenn wir das Grundwasser abgepumpt hätten, wäre das von unten nachgelaufen. Daher haben wir im Grundwasser gebaut. Die Betonplatte, die man unter Wasser eingebracht hat, sorgt dafür, dass das Wasser nicht von unten nachlaufen kann“, erklärt Architekt Johannes Klorer die Vorgehensweise des Füllens der Grube mit 550 Kubikmeter Beton.

Als nächster Schritt wird das Wasser abgepumpt, damit sei man quasi im Trockenen und es müsse keine Grundwasserabsenkung erfolgen, bei der ständig eine Pumpe läuft, die das nachlaufende Wasser wegpumpt. „Das würde dazu führen, dass in der ganzen Nachbarschaft das Grundwasser etwas absinkt, was nicht problematisch wäre, aber genehmigungstechnisch dauern würde“, so Klorer.

Wenn das Wasser abgepumpt ist, werden die Aufzugsunterfahrten und ein Pumpensumpf aus der Betonplatte herausgefräst – dies werden größere Löcher. In diese wird die eigentliche Aufzugsunterfahrt eingebaut. „Wenn der Rohbau im Untergeschoss fertiggestellt ist, werden die Verbauwände außenrum gezogen und dann steht der Grundwasserspiegel wieder direkt am Untergeschoss an“, erklärt Architekt Johannes Klorer die nächsten Schritte.

Innenhof im ersten Obergeschoss

Der rund 13,50 Meter hohe Neubau erhält im ersten Obergeschoss einen Innenhof, der Bewohnern und Besuchern als geschützter Außenraum zur Verfügung steht und gleichzeitig als Orientierungspunkt innerhalb des Gebäudes dienen wird.

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