Hockenheim

Altenheim St. Elisabeth „Circus Hallygally“ mit Direktorin Alexandra Finckh und Clown Fredy zu Gast / Heimleiter Markus Hübl stellt sich an die Messerwand

Rosalie bringt die Zuschauer zum Strahlen

Archivartikel

Das Vierteljahresprogramm für die Veranstaltungen des Altenheims St. Elisabeth waren schon veröffentlicht, als das Angebot des „Circus Hallygally“ aus der Nähe von Worms kam, im Haus eine Vorstellung für die Bewohner zu geben. Der kleine Zirkus hat sich auf Auftritte in Seniorenheimen, Kindergärten und anderen Einrichtungen spezialisiert, wobei die Programmpunkte dem jeweiligen Publikum und den räumlichen Gegebenheiten angepasst werden können. Die Heimleitung nahm das Angebot gerne an und so wurde die Cafeteria des Hauses für eine Stunde zur Zirkusmanege.

Zirkusdirektorin Alexandra Finckh und ihr Kollege Clown Fredy boten ein abwechslungsreiches artistisches Programm, das sich im Tempo an die Aufnahmefähigkeit der Anwesenden anpasste und immer wieder das Publikum mit in das Geschehen einbezog. Unterstützt wurden sie dabei von Mini-Hängebauchschwein Rosalie. Mit dem Auftritt der Schweinedame eröffnete Alexandra Finckh die Vorstellung. Nachdem Rosalie ihre Künste im Teppichrollen, auf der Wippe und beim Slalom durch die Beine ihrer Meisterin gezeigt hatte, durfte sie sich bis zum Schluss der Veranstaltung ausruhen. Clown Fredy entpuppte sich als geschickter Jongleur – er ließ Bälle und Keulen durch die Luft wirbeln. Doch auch seine Rolle als Spaßmacher sollte nicht zu kurz kommen, denn zwischen den artistischen Darbietungen trieb er zur Belustigung der Zuschauer auf Kosten seiner Kollegin allerlei Schabernack. Doch diese wusste sich zu wehren und hielt manche Retourkutsche parat und zeigten den Zuschauern allerlei Klamauk.

Pyramide aus Holzstühlen

Alexandra fügte ein Seil makellos zusammen, das vorher von einer Zuschauerin mit der Schere durchtrennt worden war und ließ mit Hilfe von Zaubersprüchen des Publikums ein Tuch verschiedene Farben annehmen. Fredy zeigte eine eindrucksvolle Jonglage, bei der er zum Schluss eine Pyramide aus sieben schweren Holzstühlen auf seinem Kinn balancierte und bewies sich als Cowboy, der mit seinem Lasso tanzte.

Für Spannung sorgte das Verschwinden der Zirkusdirektorin in einem schwarzen Zauberkasten, der von Fredy mit großen Röhren durchbohrt wurde. Es wurde aber noch aufregender, denn als krönenden Abschluss bewies sich Fredy als Messerwerfer. Zuerst mit Dolchen, dann mit Äxten warf er aus etwa drei Metern Abstand an Alexandra Finckh vorbei auf eine Holzwand. Danach bat er um einen Freiwilligen. Von den Zuschauern angefeuert stellte sich Heimleiter Markus Hübl dieser Herausforderung – ihm wurden die die Augen verbunden. Heldenmutig ließ er die Einschläge der Waffen neben seinem Körper über sich ergehen. Dabei war er der Einzige, der nicht sehen konnte, dass der Clown direkt vor ihm kniete und die Dolche nicht aus der Hand ließ, bevor die Klingen im Holz steckten. Für seinen Einsatz bekam der Heimleiter den gebührenden Applaus, genauso wie die beiden Zirkuskünstler.

Bei ihrer Verabschiedung wies Finckh darauf hin, dass jeder, der Schwein Rosalie aus der Nähe erleben und auch streicheln mag, gerne sitzenbleiben könne. Dies nahmen die meisten der Anwesenden gerne wahr und Rosalie hatte ihren zweiten Auftritt. Sie trottete von einem zum anderen und unzählige Hände streckten sich ihr entgegen. Auf der anderen Seite des Raumes ging Fredy mit einem weißen Kaninchen durch die Reihen, welches ebenfalls von vielen Händen liebkost wurde. ag

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